Testbericht: Eis bilanzieren mit der Webseite EisApp24.de

Vor eini­gen Wochen bekam ich eine Mail von Dirk Hof­mann, der mir seine neue Web­seite www.eisapp24.de präsen­tierte und anbot, diese kosten­los zu testen.

Das nahm ich gerne in Anspruch und möchte sie euch heute vorstellen.
Reg­istri­erte Nutzer kön­nen auf der Web­seite Eis-Rezepte bilanzieren und ver­wal­ten. Was so sim­pel klingt, war in der Ver­gan­gen­heit lei­der nicht so ein­fach möglich. Ähn­liche Pro­gramme kosteten mehrere hun­dert Euro, also Alter­na­tive gab es selb­st­pro­gram­mierte Excel-Lis­ten oder diese Ver­sion von Simon Stu­ber, mit der ich eben­falls lange gear­beit­et habe.

Start­seite der Web­seite eisapp24.de

Die Eis­ap­p24-Web­seite ist da in viel­er Hin­sicht deut­lich kom­fort­abler. Zum einen ist das Ver­wal­ten ver­schieden­er Rezepte ein­fach­er. Außer­dem lassen sich die fer­ti­gen Rezepte mit einem Schiebere­gler leicht an ver­schiedene Pro­duk­tionsvol­u­men anpassen, was nüt­zlich ist, wenn man ein Rezept für eine kleinere Mas­chine für eine größere umwan­deln will.

Doch schauen wir uns die Seite mal an:
Nach dem Ein­loggen lan­den wir auf der Seite „Meine Bilanzierun­gen“. Hier wer­den die fer­ti­gen Rezepte über­sichtlich dargestellt, am Anfang sind 5 ver­schiedene Rezepte vor­eingestellt, im Laufe der Zeit kom­men dann die neuen dazu.

Meine Bilanzierun­gen in der eisapp24.de

Es gibt die Ansicht mit Thumb­nails, welche natür­lich aus­ge­tauscht oder neu hochge­laden wer­den kön­nen, oben rechts gibt es auch die Option, eine Lis­te­nan­sicht mit mehr Detail­in­fos zu wählen oder zwei Rezepte nebeneinan­der zu ver­gle­ichen.

Wenn man auf „Neue Bilanzierung“ klickt, lan­det man auf ein­er neuen Seite, wo das neue Rezept kreiert wer­den kann. Die Sei­t­e­nan­sicht beste­ht aus sechs durch­num­merierten Teilen:

Detailan­sicht ein­er Rezept­bi­lanzierung

Unter Punkt 1 wird der Rezept­ti­tel vergeben, der Eistyp (Eis­creme, Fruchteis, Sor­bet) eingestellt, der gewün­schte Luftauf­schlag und es gibt ein Notizfeld.

Der Haupt­teil der Arbeit find­et unter Punkt 2 statt, hier wer­den die Zutat­en und deren Menge aus­gewählt und geschaut, ob die Zusam­men­stel­lung aus­ge­wogen ist. Grüne Häkchen zeigen an, wenn die Zusam­men­stel­lung passt, anson­sten ste­ht ja „zu viel“ oder „zu wenig“.

Bei Punkt 3 kann nun aus­gewählt wer­den, wie viel Eis­masse man her­stellen will: Die Auswahl reicht in 500ml-Schrit­ten von einem Liter bis zwei Liter in der Hob­by-Ver­sion bzw. bis 60 Liter in der Profi-Ver­sion. Punkt 4 zeigt dann als Ergeb­nis die Menge der Zutat­en an, um die gewün­schte Eis­menge zu erzie­len.

Punkt 5 zeigt die Nährw­erte, also wie viel Kalo­rien und Nährw­erte im Eis pro 100g und pro Kugel steck­en. Die gewün­schte Kugel­größe kann in den Ein­stel­lun­gen vari­iert wer­den.

In der Profi-Vari­ante gibt es zusät­zlich noch Punkt 6, der die Her­stel­lungskosten pro Liter und pro Kugel aus­rech­net. Der Preis der Zutat­en kann natür­lich eben­falls in der Rohstof­fliste angepasst wer­den, was nüt­zlich ist, falls jemand nur mit Bio-Zutat­en o.ä. arbeit­et.

Oben rechts kann das fer­tige Rezept dann gespe­ichert, gedruckt, kopiert oder gelöscht wer­den, wobei beim Druck­en aus­gewählt wer­den kann, welche der Punkt berück­sichtigt wer­den sollen.

Erstel­lung eines neuen Rohstoff-Ein­trags mit eisapp24.de

Auf der Seite „Rohstoffe“ sind 70 häu­fig ver­wen­dete Rohstoffe wie ver­schiedene Früchte, Milch- und Zuck­er­arten vor­eingestellt. Diese kön­nen alle­samt verän­dert und neue Rohstoffe hinzuge­fügt wer­den. Die Berech­nun­gen funk­tion­ieren aber nur, wenn alle Rohstof­fw­erte wie Trock­en­masse, Wass­er, Zuck­er, Fett und der Preis bekan­nt sind.

Abgerun­det wird die Seite durch einen The­o­ri­eteil, der Neulin­gen bei der Rezepter­stel­lung helfen soll.

Preis­struk­tur der eisapp24.de

Der Preis für die Nutzung beträgt jährlich für die Hob­by-Ver­sion 29,95 Euro, für die Profi-Ver­sion 129,95 Euro. Der Unter­schied ist zum einen die max­i­male Pro­duk­tion­s­menge sowie die Berech­nung der Her­stel­lungskosten.

Das halte ich bei dem Kom­fort für einen fairen Preis, zumal das Tool einem wirk­lich die Arbeit erle­ichtert. Selb­st wer keine Rezepte kom­plett neu kreieren will, kann das Tool nutzen, um zum Beispiel Rezepte aus dem Inter­net auf ihre Stich­haltigkeit zu über­prüfen oder qua­si gekaufte Eis­sorten basierend auf der Zutaten­liste und den Nährw­erten „nachzubauen“.

Verlosung von 3x Hobby-Accounts für ein Jahr

Dirk hat mir fre­undlicher­weise erlaubt, 3x einen Hob­by-Account für ein Jahr zu ver­losen. Was müsst ihr dafür tun? Schreibt einen Kom­men­tar unter diesen Artikel mit drei Infos: 1. was ihr euch von eisapp24.de ver­sprecht, 2. einen Fea­ture-Wun­sch, den ich in der Rezen­sion noch nicht genan­nt habe sowie 3. eure Liebling­seis­sorte. Aus den gülti­gen Teil­nehmern ver­losen wir die drei Gewin­ner.

Achtet bitte darauf, eine gültige Emailadresse anzugeben, die wird für die Zustel­lung des Gewinns benötigt. Teil­nahmeschluss ist der 21.7.2019. Die Gewin­ner wer­den danach per Mail benachrichtigt, der Rechtsweg is aus­geschlossen.

Sendung verpasst? Das Gespräch mit dem Eis-Blog im Deutschlandfunk nachträglich hören

Wer die „Mark­t­platz“-Sendung am Don­ner­stand im Deutsch­land­funk zum The­ma „Eis­creme sel­ber machen“ ver­passt hat, kann diese noch einige Tage hier hören oder am besten run­ter­laden, da sie nur für eine Weile ver­füg­bar sein wird.

Zu Gast war da neben Moni­ka Vogelpohl von der Ver­braucherzen­trale NRW und Yük­sel Saier von der Fir­ma Engert-Eis aus München auch Robert Kneschke vom Blog eis-machen.de, also ich.

Wir rede­ten aus­führlich über Eis­maschi­nen, Zutat­en, Aromen, Rezepte und vieles mehr. Viel Spaß beim Hören.

Der Eis-Blog im Deutschlandfunk am Donnerstag, den 4.7.2019

Jeden Don­ner­stag ab 10:10 Uhr gibt es im Deutsch­land­funk die Sendung „Mark­t­platz“, in der Stu­dio­gäste mit dem Mod­er­a­tor über ein aktuelles The­ma sprechen.

Mor­gen ist das The­ma „Eis­creme sel­ber machen“ an der Rei­he.
Die drei Stu­dio­gäste sind Moni­ka Vogelpohl von der Ver­braucherzen­trale NRW, Yük­sel Saier von der Fir­ma Engert-Eis aus München und Robert Kneschke vom Blog eis-machen.de.

Wenn ihr also mal meine Stimme hören wollt, freue ich mich darauf, wenn ihr mor­gen ein­schal­tet. Ihr kön­nt auch gerne live Hör­erfra­gen stellen, die wir dann in der Sendung zu beant­worten ver­suchen.

Die Sendung läuft im Deutsch­land­funk oder als Pod­cast „Mark­t­platz“ bei iTunes, Spo­ti­fy und anderen Quellen.

Eis-Rezept: Aprikosensorbet selbst machen

Let­zte Woche habe ich 5 Kilo frische Bio-Aprikosen erhal­ten, welche ich das erste Mal über „Crowd­farm­ing“ bestellt hat­te. Damit ich diese schnell ver­ar­beit­en kon­nte, habe ich daraus zum Teil ein leck­eres Aprikosen­sor­bet gemacht.

Die zweite Pre­mière ist eine andere Art der Eis­bi­lanzierung, und zwar mit der Web­seite eisapp24.de, welche ich bald aus­führlich­er vorstellen werde und die ich schon mal kosten­los testen durfte.

Rezept für Aprikosensorbet

Eis­vari­ante: Sor­bet
Schwierigkeits­grad: Ein­fach

Zutat­en:

  • 500g reife Aprikosen (entk­ernt) (ca. 12–14 Aprikosen)
  • 125g Wass­er
  • 120g Zuck­er
  • 84g Trauben­zuck­er
  • 4g Zitro­nen­saftkonzen­trat
  • 1g Johan­nis­brotk­ern­mehl

Zubere­itung:

  1. Die Aprikosen waschen, entsteinen und vierteln.
  2. Zusam­men mit dem Zuck­er und Zitro­nen­saftkonzen­trat ver­rühren und etwas Saft ziehen lassen.
  3. Alles gut püri­eren, den Trauben­zuck­er und das Johan­nis­brotk­ern­mehl hinzugeben und noch mal gründlich durch­mix­en.
  4. Im Kühlschrank abkühlen lassen und dann in die Eis­mas­chine geben. Wer keine Eis­mas­chine hat, kann dieser Anleitung fol­gen.
Bilanzierung des Aprikosen­sor­bet mit EisApp24.de
(hier für 1000 ml, im Rezept sind es 800ml Eis­masse, damit es auch für kleinere Eis­maschi­nen passt)

Tipps und Vari­anten:

  • Prinzip­iell kön­nen natür­lich auch andere Früchte für das Sor­bet ver­wen­det wer­den.
  • Das Zitro­nen­saftkonzen­trat kann auch mit dem Saft ein­er frischen Zitrone erset­zt wer­den.

Unsere 12 Schokoladeneisrezepte zum Tag des Schokoladeneis

Heute am 7. Juni ist der „Tag des Schoko­ladeneis“, der in den USA als „Nation­al Choco­late Ice Cream Day“ gefeiert wird.

Das muss man nicht so ernst nehmen, ist aber trotz­dem eine pri­ma Gele­gen­heit, auf die vielfälti­gen Schoko­ladeneis­rezepte in unserem Blog hinzuweisen:

Schoko­ladeneis (Vari­ante 1)

Dieses Schoko­ladeneis wird mit Kakaop­ul­ver gemacht.

Schoko­ladeneis (Vari­ante 2)

Dieses Eis wird mit Zart­bit­ter­schoko­lade hergestellt.

Schoko­ladeneis (Vari­ante 3)

Dieses Eis mit Kakaop­ul­ver enthält nur vier Zutat­en.

Vollmilch-Schoko­ladeneis mit Keks-Geschmack

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Dieses Eis ist mit Vollmilch­schoko­lade und Keks­gewürz.

Schoko­ladeneis mit Nutel­la

Eis mit Eigelb und Nuss-Nougat-Crème

Schoko­ladeneis mit Ovo­ma­l­tine Crunchy

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Min­i­mal­is­tis­ches Eis mit dem Schweiz­er Nation­al­getränk

Smar­ties-Schoko­ladeneis

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Eis mit Eigelb und Smar­ties

Weißes Schoko­ladeneis „Won­nebrock­en“

Eis mit weißer Schoko­lade und Gewürzmis­chung

Oster­hasen-Schoko­ladeneis

Schoko­ladeneis zur Ver­w­er­tung von Oster­hasen

Man­del-Schoko­ladeneis

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Schoko­ladeneis mit Man­del­mus und Kakao

Schoko­laden-Minz-Eis

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Schoko­ladeneis mit Zart­bit­ter­schoko­lade und frisch­er Minze

Schoko­laden-Chili-Milchshake

Zwei­far­bige Schoko­ladeneis-Torte (Gugel­hupf)

Wer den Schoko­ladeneis-Tag beson­ders stil­voll feiern möchte…

Prax­is­tipp: Wie schmelze ich weiße oder dun­kle Schoko­lade richtig?

Welch­es der Schoko­ladeneis-Rezepte schmeckt euch am besten?

Das Gelato Festival kommt vom 1.–2. Juni 2019 nach Berlin

Auch dieses Jahr treten die 16 besten Eis­mach­er Deutsch­lands beim Gela­to Fes­ti­val in Berlin gegeneinan­der an.

Am Woch­enende des 1. und 2. Juni 2019 von 12 bis 20 Uhr kön­nen Inter­essierte am Alexan­der­platz die Sorten der Eis­mach­er kosten, die extra für das Fes­ti­val kreiert wur­den. Zum Kosten der 16 Sorten braucht ihr ein „Gela­to Tick­et“, welch­es 10 Euro kostet, für Kinder unter 1 Meter gibt es Rabatt. Das Tick­et ist entwed­er vor Ort am Info­s­tand erhältlich oder hier online. Mit dem Tick­et kön­nen die Besuch­er über ihre Lieblingssorten abstim­men, was dann zusam­men mit der Bew­er­tung der Jury bei der Auswahl der Sieger mit ein­fließt.

Das Fes­ti­val find­et in mehreren Län­dern statt und die jew­eili­gen Lan­des-Sieger der Wet­tbe­werbe von 2018 bis 2020 treten dann bei den „Gela­to Fes­ti­val World Mas­ters 2021“ in Ital­ien an, um qua­si den Welt­meis­ter zu küren.

Ich war let­ztes Jahr mit in der Jury des Wet­tbe­werbs und kann Eis-Fre­un­den einen Besuch nur empfehlen, weil die Sorten geschmack­lich als auch handw­erk­lich wirk­lich auf hohem Niveau sind, die deut­lich über das der typ­is­chen „Eis­diele an der Ecke“ hin­aus­ge­hen.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu den teil­nehmenden Eis­mach­ern und deren Sorten find­et ihr hier auf der Gela­to Fes­ti­val Web­seite.

Eis-Rezept: Joghurt-Maracuja-Eis selbst machen

Ein frisches Joghurteis geht eigentlich immer. Gerne natür­lich kom­biniert mit ein­er exo­tis­chen Frucht, die nicht in jed­er klas­sis­chen Eis­diele zu find­en ist. Dies­mal fällt die Wahl auf Maracu­jas, weil es diese mit­tler­weile als Frucht­püree auch in kleinen Pack­un­gen für den Haus­ge­brauch gibt. Das hat­te ich ja vor ein­er Weile von der jun­gen Fir­ma Polpin­ha ent­deckt und hier vorgestellt.

Rezept für Joghurt-Maracuja-Eis

Eis­vari­ante: Joghurteis
Schwierigkeits­grad: Leicht

Zutat­en:

Zubere­itung:

  1. Den Zuck­er mit dem Trauben­zuck­er, dem Mager­milch­pu­ver, dem Inulin und dem Salz gut mis­chen.
  2. Das Eis-Bindemit­tel eben­falls sehr gut mit den trock­e­nen Zutat­en mis­chen.
  3. Die Sahne mit dem Natur­joghurt und dem Maracu­japüree ver­rühren und langsam die Trocken­zu­tat­en hinzugeben und gut durch­mix­en.
  4. Die Eis­masse 30–60 Minuten im Kühlschrank reifen lassen.
  5. Noch mal gut durch­mix­en und in die Eis­mas­chine geben. Alter­na­tiv kann die Eis­masse nach dieser Anleitung ohne Eis­mas­chine zubere­it­et wer­den.
Bilanzierung des Joghurt-Maracu­ja-Eis mit­tels eines Eis-Bilanzierung­spro­gramms

Tipps und Vari­anten:

  • Statt Maracu­japüree kön­nen natür­lich auch andere Früchte ver­wen­det wer­den.
  • Das Eis­bindemit­tel beste­ht zu gle­ichen Teilen aus Johan­nis­brotk­ern­mehl, Guark­ern­mehl und Apfelpek­tin. Alter­na­tiv kann stattdessen auch 2,5g Johan­nis­brotk­ern­mehl ver­wen­det wer­den.

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Eis-Pizza selbst machen (auch vegan und perfekt für Geburtstag, Weihnachten oder Hochzeit)

Spaghet­tieis war gestern! Heute gibt es als mod­erne Vari­ante die Eis-Piz­za als Dessert!

Wird bei Spaghet­tieis ein­fach Eis durch eine grob­porige Kartof­fel­presse gepresst, servieren wir bei der Eis-Piz­za das Vanilleeis flach wie eine Piz­za, gar­niert mit einem roten Früchtepüree als „Tomaten­sauce“, weißer Schoko­lade als Mozarel­la sowie frisch­er Minze statt Basi­likum.

Eis-Dessert ital­ienis­ch­er Art

Lange habe ich die Idee mit mir herumge­tra­gen, diese jedoch wegen des ver­muteten Arbeit­saufwands nie umge­set­zt. Bis neulich! Und siehe da: Es ist gar nicht so kom­pliziert wie befürchtet.

Selb­st ohne Eis­mas­chine und als veg­ane Vari­ante sollte es klap­pen, auch wenn ich das bish­er nicht pro­biert habe. Da es am besten ist, wenn die „Piz­za“ einen Tag vor dem Servieren vor­bere­it­et wird, eignet sie sich auch gut als Über­raschungs­dessert für eine Geburt­stags­feier, eine Kinder-Par­ty, das Wei­h­nachts­menü oder die Hochzeit.

Doch bevor ihr vor tropfend­en Mün­dern nicht mehr weit­er­lesen kön­nt, hier das Rezept.

Rezept für selbstgemachtes Pizza-Eis

Eis-Vari­ante: Eis-Dessert
Schwierigkeits­grad: Mit­tel

Zutat­en:

Zubere­itung:

  1. Die Erd­beeren püri­eren und gut mit dem Zuck­er, Trauben­zuck­er und Zitro­nen­saft ver­rühren, bis sich der Zuck­er aufgelöst hat. Unter beständi­gem Mix­en das Johan­nis­brotk­ern­mehl unter­mis­chen.
  2. Das Erd­beer­püree für 30–60 Minuten zum Quellen in den Kühlschrank stellen.
  3. Das Vanilleeis nach Rezept zubere­it­en und mit einem Teigsch­aber* flächig auf eine geeignete runde Ober­fläche (26–28cm Durchmess­er) verteilen. Außen einen kleinen höheren Rand abste­hen lassen. Alter­na­tiv kann das Eis auch in eine runde Spring­form* gefüllt wer­den.
  4. Das Vanilleeis 15–30 Minuten in den Tiefküh­ler stellen, dann raus­holen und das Erd­beer­püree auf der „Piz­za“ verteilen, am Rand etwas freilassen. Je nach Durchmess­er der Piz­za kann es sein, dass s zuviel Erd­beer­püree ist, dann den Rest aufheben zur Deko­ra­tion (oder als Sauce für eine andere Eis­sorte). Wieder alles in den Tiefküh­ler stellen.

Direkt vor dem Servieren:

  • Die weiße Schoko­lade grob raspeln, gle­ich­mäßig auf der Piz­za verteilen und mit den frischen Minzblät­tern gar­nieren.
  • Die Eis-Piz­za mit einem Piz­za­schnei­der* in Stücke schnei­den und servieren.

Tipps und Vari­anten:

  • Statt Erd­beeren kön­nen auch andere Früchte wie Kirschen, Him­beeren o.ä. ver­wen­det wer­den, auf dem Foto habe ich z.B. rote Wald­früchte ver­wen­det. Bei kerni­gen Frücht­en diese jedoch vorher passieren und die Menge entsprechend anpassen.
  • Ide­al ist es, wenn die Eis-Piz­za bei -18°C vor dem Servieren eine Nacht im Tiefküh­ler bleiben kann, damit sie sich bess­er schnei­den lässt.
  • Statt 2g Johan­nis­brotk­ern­mehl reicht auch 1g Eis-Bindemit­tel (Johan­nis­brotk­ern­mehl und Guark­ern­mehl zu gle­ichen Teilen)
  • Es bieten sich auch andere kreative Vari­anten an, z.B. die „Piz­za Hawaii“ mit Ananas oder eine „Spinat­piz­za“ mit grün­er Kiwisauce usw.

Was für Piz­za-Vari­anten fall­en euch ein?

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Leserfrage: Wieso nur Eigelb ohne Eiklar verwenden?

Vor weni­gen Tagen erhielt ich die Email ein­er Leserin mit fol­gen­der Frage:

Hal­lo, da ich auf der Seite lei­der kein Kon­tak­t­for­mu­lar gefun­den habe, schreibe ich nun so eine Mail, ich hoffe das ist ok.

Meine Frage ist: Warum wird für die Her­stel­lung immer der Ein­satz von Eigelb emp­fohlen, kön­nte man nicht statt zwei Eigelb ein­fach ein ganzes Ei nehmen?

Welche Qual­itäten hat das Eigelb im Ver­gle­ich zum Eiweiß bzw zum ganzen Ei? Mir scheint es nahe­liegen­der, ein­fach ein ganzes Ei zu ver­wen­den?

Danke für sach­di­en­liche Hin­weise, und danke für die tolle Seite, die mir schon einige tolle Rezepte geliefert hat!
Schöne Grüße, Chris­tiane“

Das ist eine gute Frage, weil sie aufzeigt, welche Details bei der Eish­er­stel­lung berück­sichtigt wer­den müssen.

Um die Frage zu beant­worten, will ich erst klären, warum in eini­gen unser­er Eis­rezepte (zum Beispiel diesem Vanilleeis oder dem salzi­gen Karamelleis) Eigelb ver­wen­det wird. Das Eigelb dient mit dem darin enthal­te­nen Lecithin als Bindemit­tel, welch­es die Wass­er- und Fettmoleküle im Eis zusam­men­hält. Ohne so ein Bindemit­tel wür­den sich der Wass­er- und Fet­tan­teil geson­dert voneinan­der abset­zen, was wir ver­mei­den wollen. Genauer habe ich das hier erk­lärt.

Nun aber zur eigentlichen Frage: Warum nicht ein­fach das ganze Ei ver­wen­den?

In der Regel enthält ein ganzes Ei meist dop­pelt so viel Eik­lar (Eiweiß) wie Eigelb. Das von uns benötigte Bindemit­tel Lecithin befind­et sich jedoch vor allem im Eigelb, das Eik­lar hinge­gen beste­ht fast nur aus Wass­er. Wür­den wir nun beispiel­sweise in einem Rezept statt 4 Eigel­ben zwei ganze Eier zur Eis­masse geben, wür­den wir den Wasser­an­teil deut­lich steigern, aber dafür im Ver­hält­nis weniger Bindemit­tel im Eis haben. Ein aus­ge­wo­genes Ver­hält­nis vom Wass­er- und Fet­tan­teil im Eis ist jedoch für die gelun­gene Kon­sis­tenz notwendig.

Zwar kön­nte man den zusät­zlichen Wasser­an­teil des Eiweiß bei der Rezept­bi­lanzierung berück­sichti­gen, dieser ist auf­grund ander­er ver­wen­de­ter wasser­halti­gen Zutat­en wie Frücht­en oder Milch und Sahne meist uner­wün­scht.

Deshalb empfehle ich eher, das übrig gebliebene Eiweiß sep­a­rat zu ver­wen­den, zum Beispiel für Gebäck oder Bais­ers.

Eis-Rezept: Joghurt-Mango-Eis selbst machen

Es gab ja eine Weile keine neuen Rezepte hier, deswe­gen kommt hier endlich wieder Nach­schub für den heimis­chen Tiefkühlschrank. Ich habe ein Man­go-Var­ie­ga­to ange­set­zt, welch­es ich in das Joghurteis gerührt habe, damit bei­de Aromen einzeln bess­er zur Gel­tung kom­men.

Rezept für Joghurt-Mango-Eis

Eis-Vari­ante: Joghurteis
Schwierigkeits­grad: Mit­tel

Zutat­en für das Joghurteis:

  • 500g Natur­joghurt (3,5% Fett)
  • 100g Sahne
  • 100g Zuck­er
  • 60g Trauben­zuck­er (Pul­ver)
  • 35g Mager­milch­pul­ver
  • 1g Salz
  • 1g Eis-Bindemit­tel (siehe Tipps)

Zutat­en für das Man­go-Var­ie­ga­to

  • 100g Man­gopüree (z.B. von Polpin­ha)
  • 20g Zuck­er
  • 10g Trauben­zuck­er (Pul­ver)
  • 5g Zitro­nen­saft
  • 1g Johan­nis­brotk­ern­mehl

Zubere­itung:

  1. Für das Joghurteis den Zuck­er, den Trauben­zuck­er, das Mager­milch­pul­ver, Salz und das Eis-Bindemit­tel zusam­men­mis­chen und gut ver­rühren.
  2. Den Joghurt und die Sahne ver­rühren und unter ständi­gem Rühren mit einem Mix­er oder Püri­er­stab die obi­gen trock­e­nen Zutat­en ein­rühren.
  3. Das Ganze 30–60 Minuten ziehen lassen und dann in die Eis­mas­chine geben. Wer keine Eis­mas­chine hat, kann sich an diese Anleitung hal­ten.
  4. Während das Joghurteis in der Eis­mas­chine ist, das Man­gopüree mit dem Zuck­er, Trauben­zuck­er und Zitro­nen­saft ver­rühren.
  5. Mit einem Mix­er oder Püri­er­stab dann das Johan­nis­brotk­ern­mehl ein­rühren und kalt stellen.
  6. Wenn das Joghurteis fer­tig ist, im Behäl­ter unten etwa ein Vier­tel von dem Man­go­var­ie­ga­to geben, dann das Joghurteis ein­füllen, dann die Hälfte vom Man­go­var­ie­ga­to darüber gießen und mit ein­er Gabel oder einem kleinen Löf­fel grob unter­heben. Nicht so stark rühren, dass sich alles kom­plett mis­cht. Den Rest vom Var­ie­ga­to oben über das Joghurteis gießen.
Die Bilanzierung vom Joghurteis (ohne das Var­ie­ga­to) mit­tels eines Eis-Rech­n­ers

Tipps und Vari­anten:

  • Das Eis­bindemit­tel beste­ht zu gle­ichen Teilen aus Johan­nis­brotk­ern­mehl, Guark­ern­mehl und Apfelpek­tin. Wer das nicht hat, kann auch ein­fach die dop­pelte Menge Johan­nis­brotk­ern­mehl ver­wen­den.
  • Statt einem Man­go-Var­ie­ga­to kann natür­lich auch ein anderes Frucht-Var­ie­ga­to ver­wen­det wer­den, zum Beispiel dieses Wald­frucht-Var­ie­ga­to.
  • Das Var­ie­ga­to kann auch ganz wegge­lassen wer­den für ein „nor­males“ Joghurteis.
  • Für Frozen Joghurt das fer­tige Eis ein­fach in einem leis­tungsstarken Mix­er kurz vor dem Servieren püri­eren.
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