Kinder lieben diese großen Maschinen, in denen unablässig knallbunte Slushies gerührt werden. In den USA gibt es schon lange den sogenannten “Slush Mug”, mit dem man selber Slushies machen kann. Vor paar Monaten habe ich einen anderen Becher zum Testen bekommen, der ebenfalls Slushies zubereiten können soll, zu Hause von Hand.

Jetzt, wo es wieder wärmer wird, bin ich endlich dazu gekommen, den Becher mit dem Namen “Magic Freez“* auszuprobieren.

magic-freez
Der Becher besteht auch einer bunten Hülle, einer Kühltasche darin, dem Deckel, paar Dichtungsringen und als Gimmick einem Löffel mit Strohhalm. Vor der ersten Nutzung soll der Becher mit Seifenwasser ausgewaschen werden und dann muss er für mindestens paar Stunden ins Tiefkühlfach.

Jetzt können kalte Getränke eingefüllt werden, die jedoch zuckerhaltig sein müssen. Light-Getränke oder ungesüßte Tees z.B. funktionieren nicht. Normaler Saft, Cola o.ä. klappt aber.

Die Tücken zeigen sich eher in den Details. Es sollten höchstens ca. 200 ml in den Becher gefüllt werden, weil das Getränk dann für ca. 2-3 Minuten im elastischen Becher geknetet werden muss. Bei zu viel Flüssigkeit tropft das Getränk oben am Dichtungsrand raus.

Das Funktionsprinzip ähnelt dem einer passiven Eismaschine. Im Becherrand ist eine Kühlflüssigkeit aus Wasser, Salz und Konservierungsstoffen, genauso wie in den passiven Eismaschinen. Diese muss richtig kalt sein, damit der Effekt einsetzt, also lieber etwas länger als zu kurz in der Tiefkühltruhe lagern. Nach dem Einfüllen des Getränks fängt die Flüssigkeit am Rand an zu gefrieren und durch das Kneten des Bechers werden die Eiskristalle abgelöst, gebrochen und weitere Flüssigkeit zu Eis gefroren. Beim Kneten kann man schon kalte Hände bekommen, was im Hochsommer jedoch nicht so schlimm ist. Nach ca. 2-3 Minuten Kneten haben wir eine halbgefrorene Masse, also den erwünschten Slushie, den wir mit einem langen Löffel aus dem Becher essen/trinken können. Den durchsichtigen Plastikdeckel oben drauf hätte man sich auch sparen können, denn zum Essen muss der eh abgeschraubt werden, damit man besser in die Ecken kommt, wo sich das Eis versteckt hält.

Die beiden größten Nachteile offenbaren sich, wenn die erste Portion weggelöffelt wurde. Es passt erstens relativ wenig in den Becher, weil sich das Volumen beim Gefrieren vergrößert. Wir haben es bisher geschafft, ca. zwei Fuhren hintereinander zu frieren, wobei wir die erste Fuhre schnell aus dem Becher geholt haben und die zweite eingefüllt haben. Dann hat sich der Becher aber bald soweit erwärmt, dass die Flüssigkeit nicht mehr frieren würde und wir müssen für mindestens einen halben Tag (eher einen ganzen) Pause machen, um wieder einen Slushie machen zu können.

Zweitens lässt sich der Becher schlecht reinigen. Wegen der Kühlflüssigkeit darf er nicht in die Spülmaschine und die Innenseite des Bechers ist stark geriffelt, damit die Oberfläche zum besseren Gefrieren vergrößert ist, was aber auch das händische Reinigen erschwert.

Anwendungsmöglichkeiten

Der Becher ist ideal für Single-Haushalte oder für Leute, die keinen Platz für eine Eismaschine haben. Im Grunde lassen sich mit dem Becher die meisten Eisrezepte von unserem Blog gefrieren, wenn man leichte Abstriche an die Konsistenz macht. Mit dem Becher kann man auch gut seine Milchshakes gefrieren.

Das haben wir mehrmals gemacht und hier ist unser Lieblingsrezept:

Bananen-Mango-Shake

Zutaten (für ca. 2 Shakes im Magic Freez):

  • ca. 1/4 reife Mango
  • 1 reife Banane
  • 200 ml kalte Vollmilch
  • 1 EL Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Die viertel Mango schälen und in kleine Stückchen schneiden.
  2. Die Banane ebenfalls in kleine Scheiben schneiden. Je reifer die Banane, desto besser schmeckt der Shake.
  3. Das Obst zusammen mit der kalten Milch, dem Zimt und dem Salz pürieren.
  4. Die Hälfte des Shakes bis ca. einen Zentimeter unter der weißen Kante des Magic Freez fühlen und 2-3 Minuten kneten.
  5. Danach auslöffeln oder umfüllen und die zweite Hälfte gefrieren lassen.

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So sah der halbgefrorene Shake dann bei uns aus.

Der Becher ist auch für Kinder spannend, weil sie bei der Zubereitung und dem Kneten gut helfen und lernen können, wie genau Speiseeis entsteht. Wer jedoch mehr als ein Kind hat, bräuchte vermutlich mehrere Becher, um Streit zu vermeiden, was dann wieder zuviel Platz im Tiefkühler in Anspruch nehmen könnte.

Unter dem Strich ist der Becher ein nettes Gimmick, um auf die Schnelle eine kühle Erfrischung herzustellen, aber für Gäste oder regelmäßig greife ich weiterhin lieber zur richtigen Eismaschine.

Was sagt ihr zu dem Becher und dem Prinzip?

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