Rezept: Zitronen-Sirup selber machen

Sirup ist etwas Fantastisches. Mit einem geringen Arbeitsaufwand kann man ein Konzentrat herstellen, das man sehr lange lagern kann und es schmeckt auch noch lecker. Man kann mit den Aromen spielen und neue Kreationen ohne Chemie, künstlichen Aromen und Farbstoffen erfinden.

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Auch in der Speiseeis-Herstellung kann man super mit Sirup arbeiten, indem man statt Zucker oder Läuterzucker mit einem Sirup die gewünschte Süsse erzielt und mit den Aromen spielt. Je nach Aroma bekommt man interessante Eis-Variationen.

Ich persönlich verwende Sirup gerne, wenn ich das Eis mit tiefgefrorenen Früchten herstelle. Dabei gebe ich die Früchte in den Mixer, gieße etwas Sirup und Sahne dazu, mixe es durch, probiere und süsse, wenn nötig, noch mit etwas Sirup nach. In wenigen Minuten hat man ein leckeres Eis. Hier habe ich einige Anleitungen, wie diese Technick mit dem Mixer funktioniert. Einfach den Zucker mit dem Sirup ersetzen. Hier könnt ihr herausfinden, wie man ein leckeres Speiseeis ohne Eismaschine herstellt: Früchteeis ohne Eismaschine und Fior di Latte ohne Eismaschine.

Bitte verwendet für dieses Rezept ausschliesslich Bio-Zitronen. Da die Schale verwendet wird, sind die handelsüblichen Zitronen nicht geeignet, da diese chemisch behandelt sind und auch heiß abwaschen nichts nützt. Einen ausführlichen und interessanten Artikel dazu habe ich hier. Dieser Artikel handelt zwar von Orangen, bezieht sich aber auf alle Zitrusfrüchte.

Zitronen-Sirup

Zutaten:

  • 5 Zitronen (bio)
  • 10 g Zitronensäure
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Kristallzucker

Zubereitung:

  1. Die Bio-Zitronen unter heissem Wasser gründlich waschen.
  2. Mit einem Sparschäler* das Gelbe der Schale dünn abschneiden. Darauf achten, dass die weiße Haut unter der Schale nicht mit verarbeitet wird, da der Sirup bitter werden kann.
  3. Die geschälten Zitronen halbieren und den Saft auspressen.
  4. Den Saft, die Schalen und das Wasser in ein Pfanne geben und aufkochen.
  5. Zehn Minuten leise köcheln lassen.
  6. Vom Feuer nehmen und zugedeckt etwa 8-12 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  7. Nach dieser Zeit alles durch ein Sieb* oder ein Passiertuch* gießen.
  8. Die Flüssigkeit zusammen mit dem Zucker und der Zitronensäure in die Pfanne zurück gießen und 5 Minuten kochen lassen.
  9. Den heißen Sirup in saubere Glasflaschen gießen und luftdicht verschließen.
  10. Der Sirup lässt sich 6 Monate bis 1 Jahr an einem kühlen dunklen Ort lagern.

Eis-Rezept: Veganes Erdbeer-Sorbet selbst machen

Wie vor einer Weile geschrieben, bin ich ja nach Jahren der Fruchteis-Abstinenz endlich auf den Geschmack gekommen, mich an Sorbets zu wagen. Und was gibt es Besseres, als für ein Sorbet frische, aromatische Früchte der Saison zu verwenden? Deshalb fiel die Wahl auf eine meiner Lieblingsfrüchte: Die Erdbeere. Okay, Saison ist gerade schwierig, aber der Sommer macht dieses Jahr eh, was er will und ich habe erst heute wieder viele Erdbeeren im Supermarkt im Angebot gesehen…

Rezept für Erdbeersorbet

Schwierigkeitsgrad: Leicht
Eis-Variante: Sorbet

Zutaten:

  • 500 g frische Erdbeeren
  • 80 g Zucker
  • 30 g Reissirup*
  • 1 TL Zitronensaft
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Die Erdbeeren vom Grün befreien (es sollten ca. 400 g übrig bleiben), vierteln und mit dem Zucker und dem Zitronensaft übergießen.
  2. Je nach Laune und Geduld ca. 1-4 Stunden stehen lassen, damit die Erdbeeren mit dem Zucker Saft bilden können.
  3. Die Erdbeeren pürieren und den Reissirup und das Wasser hinzugeben.
  4. Gut verrühren und ab in die Eismaschine damit. Wer keine Eismaschine hat, macht es einfach so wie hier beschrieben.

Varianten:

  • Wer will, kann etwas Vanilleextrakt oder Vanillepulver hinzugeben.
  • Wer keinen Reissirup hat, kann auch Glukosesirup* oder jede andere Art von Sirup nehmen, nur die stark aromatischen Sorten wie Ahornsirup könnten etwas den Erdbeergeschmack überdecken.
  • Das Eis eignet sich auch super für Stieleis, dann einfach die Masse statt in die Eismaschine in die Stieleisformen geben und in den Tiefkühlschrank stellen.

Wie verarbeitet ihr eure Erdbeeren am liebsten?

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Leserfragen: Eis im Gefrierschrank zu hart oder zuviel Eiskristalle?

Ab und zu erreichen uns Emails von Leserinnen und Lesern, welche zum Beispiel eigene Rezepte ausprobieren und sich wundern, warum die Konsistenz nicht so ist wie in der Eisdiele. Hier mal zwei Beispiele, die ich dann beantworten will:

eis-im-eisportionierer_16A9135Ronny schrieb mir:

„Hallo Robert,

vorgestern habe ich zum ersten Mal versucht, selbst Eis zu machen, um zu schauen, wie es wird.

Die zusammengerührte Masse hatte folgende Zutaten:
70 % Sojajoghurt Natur (2 g Kohlenhydrate, 2 g Fett, 4 g Eiweiß)
28 % frische rote Johannisbeeren
2 % stark entölter Kakao (ca. 30 g)
Süßungsmittel Stevia Dulce
gemahlene Vanille
…insgesamt ca. 1,4 Liter.

Ich mixe mir das selbst in kleineren Mengen ab und zu als Nachtisch und es schmeckt total lecker.

Als Ober-Amateur dachte ich mir, packe ich es einfach in den Gefrierschrank und danach kommt schönes Eis dabei raus. War natürlich nicht so, denn das Eis wurde leider steinhart.

Auf eurem Blog steht dann was von Zugabe von Eigelb oder Emulgatoren, was sich wohl aber nur für Eis mit genug Sahne und/oder Zucker eignet. Stimmt das so?

Gibt es denn, wenn man die obige Zusammensetzung beibehalten will, eine Möglichkeit, dem Eis eine weiche Konsistenz zu geben, zumindest so weich, dass man nicht mit dem Vorschlaghammer ranmuss? Das wäre extrem spannend.

Viele Grüße, Ronny“

Und unsere Leserin Elli schrieb hier:

„Erst mal großes Lob für den tollen Blog :) einen besseren habe ich seit Jahren nicht gesehen.

Ich hätte eine Frage: ich habe jetzt Fruchteis ausprobiert, mit Joghurt (200 g), Milch (100 ml), Sahne (50 ml), Rest war Obst und ein Eigelb. Zucker nur 2 EL, sollte kalorienarmes Eis werden :) Das Erhitzen der Milch mit dem Ei hat auch super funktioniert mit der Rose :) Am Ende hatte ich etwa 1 kg Eis raus. Ich habe keine Eismaschine, aber ich habe das mit dem Tiefkühlfach auch gut machen können, mit dem Rausholen und Umrühren.

Jetzt ist es aber so, dass das Eis schon recht viele Wasserkristalle hat und jetzt frage ich mich, wie man dem Abhilfe schaffen kann? Ein Eigelb mehr? Würde das helfen? Oder wo liegt das grundsätzliche Problem? Ihr habt ja auch Rezepte, wo man einfach Joghurt mit Obst mischt und fertig, die wären mir auch etwas zu „kristallig“.“

Beide Anfragen sind recht ähnlich:
Es wird ein Eis-Rezept entworfen, was persönlichen Anspruchen genügen soll (meist wenig Zucker und Fett), dieses wird dann ohne Verwendung einer Eismaschine im Tiefkühlschrank zu hart oder hat zuviel Eiskristalle.

Widmen wir uns dem Problem in der Reihenfolge der Herstellung.

Zuerst zu den Rezepten: Ein gelungenes Eis muss in der Regel ein bestimmtes Verhältnis von Zucker, Fett und Trockenmasse haben, damit die Konsistenz wie in der Eisdiele ist. Wer hier viel verändert, handelt sich das erste Problem ein. Ein Eis mit viel weniger Trockenmasse, also mehr Wasseranteil neigt naturgemäß dazu, mehr spürbare Eiskristalle zu enthalten. Außerdem gilt: Je mehr Fett Eiscreme enthält, desto cremiger schmeckt sie. Natürlich helfen Verdickungs- und Bindemittel wie das Lecithin im Eigelb oder Johannisbrotkernmehl oder Speisestärke beim Binden der Wasseranteile an das Fett, so daß sich das Wasser nicht unten absetzen kann. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn auch genug Fett im Eis vorhanden ist.

Zucker sorgt ebenfalls für die richtige Konsistenz und senkt den Gefrierpunkt und verhindert damit, dass sich zu schnell Wasserkristalle im Eis bilden. Je mehr Zucker im Eis ist, desto weniger fest wird es. Außerdem spielt es eine Rolle, wie schnell das Eis gefroren wird: Je schneller das Eis gefriert, desto kleiner bleiben die Eiskristalle und desto cremiger schmeckt es.

Kommen wir deshalb zu dem zweiten Punkt:
Nachlässigkeit bei der Rezepterstellung oder bewusste Entscheidungen für bestimmte Rezeptvarianten fallen nicht so sehr ins Gewicht, wenn das Eis einerseits schnell und unter ständigem Rühren gefroren wird, weil dann beim Gefrieren die sich bildenden Wasserkristalle gebrochen werden. Das ist der große Vorteil einer Eismaschine, weil sie eben ständig rührt und verhindert, dass sich große Eiskristalle bilden. Außerdem rührt sie Luft unter das Eis, was ebenfalls zur gelungenen Konsistenz beiträgt. Ich habe noch kein Eis gegessen, was durch händisches Rühren – wie hier beschrieben als Notbehelf für Leute ohne Eismaschine – genauso cremig war wie ein Eis aus einer Maschine.

Der dritte Punkt ist die Frische und Temperatur vom Eis:
Direkt aus der Maschine hat das Eis je nach Rezept meist eine softeisartige bis fast perfekte Konsistenz. Hier muss das Eis nur wenige Stunden gekühlt werden oder kann direkt serviert werden. So hat das Wasser auch keine Zeit, sich nach unten abzusetzen und das Eis hat keine Zeit, im Gefrierschrank auf -18°C runterzukühlen. Bei dieser Temperatur wird so gut wie jedes Eis sehr hart und muss 10-15 Minuten angetaut werden. Die Serviertheken in Eisdielen haben ungefähr -11 bis -7°C und allein deshalb fühlt sich das Eis weicher an als direkt aus der Tiefkühltruhe.

Meine Tipps in Kurzform für die beiden obigen Fragen:

Eine Eismaschine hilft hier zu einem deutlich besseren Ergebnis. Noch besser wird es, wenn mehr Zucker und Fett zu den Rezepten gegeben wird. Wer hier auf Kalorien achten will, muss leider kleinere Portionen essen und mehr Sport als Ausgleich treiben.

Ein weiterer „Quick & Dirty-Trick wäre das Einfrieren der Eiscreme in Portionsbehältern, die dann vor dem Servieren in einem leistungsfähigen Standmixer* (mindestens 750 Watt) „weich“ gemixt werden. Der Mixer würde dabei die Eiskristalle auf die harte Tour zerkleinern, die Temperatur erhöhen und Luft untermischen. Probiert das aber bitte nicht mit einem Stabmixer, die haben meist zuwenig Power.

Welche Tipps würdet ihr den beiden Lesern geben?

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Warenkunde: Milch

Unser treuer Leser, er nennt sich „N“, hatte folgende Frage an uns:

„Was für Milch nehmt ihr? 1,5%, 3,5%, 3,8%, Vollmilch, H-Milch? Gibt’s große Unterschiede im Ergebnis? Ich nehme immer H-Milch 3,5%.“

Er hat das Rezept“ Jamaika-Sahne-Eis mit Rum“ ausprobiert. Bei Ihm blieb die Masse während des Gefrierens am Rand haften. Angeblich trat noch Milchfett aus.

Ich hatte dieses Rezept mehrmals ausprobiert, bevor ich den Artikel veröffentlicht habe. Ein ähnliches Ergebnis wie bei „N“ hatte ich nie. Darum möchte ich näher auf seine Frage eingehen und etwas über die verschiedenen Milchprodukte erzählen. Vielleicht kommen wir so dem Problem auf die Schliche.

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Erst musste ich mich erkundigen, was in Deutschland unter H-Milch verstanden wird. In der Schweiz nennen wir es UHT-Milch (siehe weiter unten).

Um seine Frage zu beantworten: Ich persönlich verwende meistens pasteurisierte Bio-Milch mit 3,9% Milch-Fett oder UHT-Milch, da letztere sehr lange haltbar ist und ungekühlt gelagert werden kann.

Was man unter Milch versteht, erzähle ich euch in diesem Artikel.

Heute ist es für uns selbstverständlich, in den Supermarkt oder zum Bauer zu gehen und Milch zu kaufen, die preiswert und immer verfügbar ist. Das war aber nicht immer so.

Die ersten Milchspender waren für die Menschen Ziegen und Schafe. Erst später – mit zunehmendem Ackerbau – kam das Rind hinzu. Heute versteht man in unseren Breitengraden unter Milch als Handelsware nur Kuhmilch. Milch anderer Tiere darf nur mit deutlicher Kennzeichnung in den Handel kommen.

Eis wird in Mitteleuropa normalerweise aus Kuhmilch hergestellt, wenn in Rezepten von Milch die Rede ist. In Ländern, wie zum Beispiel der Türkei, ist es selbstverständlich, Speiseeis aus Ziegenmilch herzustellen, was übrigens sehr gut schmeckt. Einen Artikel darüber könnt ihr hier lesen.

Wird rohe Milch nach dem Melken nicht kühl gelagert, so verdirbt sie rasch.

Wenn in unseren (oder anderen) Rezepten von Milch die Rede ist, versteht man darunter immer trinkfertige Milch. Als trinkfertige Milch gelten:

  • abgekochte Milch
  • pasteurisierte Milch
  • UHT- (H-)Milch

Das Haltbarmachen der Milch

Die meist verbreiteten Arten, Milch länger haltbar zu machen, sind:

Pasteurisierte Milch:

Dabei wird die Milch während wenigen Sekunden zwischen 72-90°C gehalten und unmittelbar auf 5°C runter gekühlt werden. So ist die Milch etwa eine Woche haltbar. Bei kühlen Temperaturen um die 3-5 °C bleibt pasteurisierte Milch noch 1-2 Tage über das aufgedruckte Verfallsdatum genießbar.

UHT-Verfahren (H-Milch):

UHT steht für Ultra-Hoch-Temeratur. Bei dieser Behandlung wird die Milch indirekt oder direkt (z.B. durch Dampfinjektion) sehr rasch auf 130 – 150 °C erhitzt und nach etwa 2 Sekunden ebenso rasch wieder abgekühlt. Dadurch wird die Milch keimfrei. Nähr- und Aufbaustoffe bleiben erhalten. Diese Milch kann wärend höchstens 11 Wochen ungekühlt gelagert werden.

Kondensmilch:

Hier wird der Milch im Unterdruckverfahren (Vakuum mit Hitze) Wasser bis zu einem Verhältniss 1:3 entzogen. Ungezuckerte Kondensmilch wird sterilisiert, gezuckerte lediglich pasteurisiert oder UHT-behandelt, da der Zucker selbst eine konservierende Wirkung hat.

Weitere Konservierungsmethoden sind:

Das Pulverisieren und die Homogenisation. Auf diese Methoden gehe ich aber nicht näher ein, da wir meist frische Milch in unserem Eis-Blog verwenden.

Um nochmals auf die Frage von N einzugehen, wissen wir nun, dass Milch nicht gleich Milch ist. Dass seine Masse am Rand haften bleibt, muss nicht unbedingt mit der Milch zu tun haben. Wenn er die Masse in einer Eismaschine gefroren hat, dann könnte das Rührwerk zu klein sein, dass die Masse haften bleibt. Wenn er jedoch die Masse mit dem Schwingbesen zu Eis verarbeitet hat, wie hier beschrieben,  ist es normal, dass sich die Eiskristalle zuerst am Rand bilden.

Wenn sich aber die Masse scheidet und das Milchfett, es könnte aber auch das Milcheiweiß sein, dann könnte es am zu geringen Fettgehalt der Milch liegen.

Rezension: „Eis genießen. Verführerische Rezepte“ von Andreas Neubauer

In den letzten Jahren habe ich hier etliche Eisbücher rezensiert, weshalb ich mich bei jedem neuen Eisbuch frage, ob da wohl noch etwas Neues drin stehen könnte, was das Buch von den vielen anderen unterscheidet.

Auch bei dem Rezeptbuch „Eis genießen. Verführerische Rezepte„* von Andreas Neubauer stellte ich mir diese Frage. Um es kurz vorwegzunehmen: Ja, auch hier gab es Neues zu entdecken.

Doch schauen wir uns zur besseren Vergleichbarkeit erst mal die Basics an. Das Hardcover-Buch erschien 2016 im Hölker Verlag (ISBN: 978-3-88117-083-3) und zeigt insgesamt 78 Rezepte auf 168 Seiten.

eis-geniessen-andreas-neubauerDas Buch teilt sich nach einem kurzen Vorwort und einigen Seiten Eistheorie in sechs Kapitel. Das erste Kapitel „Eiscreme & Sorbet“ enthält 9 Rezepte für Sahneeis, 2 Rezepte für Joghurteis und 8 Rezepte für Sorbets. Im nächsten Kapitel „Eis am Stiel“ finden sich 10 Rezepte, hauptsächlich für Paletas. Das dritte Kapitel „Eisparfait & -Konfekt“ kann mit 8 Rezepten aufwarten. Es folgt das Kapitel „Eistorten & Spielereien“ mit 11 Rezepten. Kapitel 5 heißt „Eiscocktails & Granités“ und präsentiert glatte 10 Rezepte. Den Abschluss bildet das Kapitel „Sossen & Toppings“ mit 20 Rezepten (das Rezept für selbst gemachte Eiswaffeln vor dem ersten Kapitel mitgezählt). Ein alphabetisches Register zum Nachschlagen beendet das Buch.

Das Sahneeis wird meist mit Eiweiß gebunden, die Sorbets enthalten oft etwas Eiweiß. Ich habe zum Testen das sehr klassische Vanilleeis (Seite 19) mit 6 Eigelb getestet und wurde nicht enttäuscht. Schlicht, geschmackvoll und auch nach Tagen im Gefrierschrank gut portionierbar.

Viel spannender ist das Buch jedoch wegen der vielen Eistorten und anderer Eis-Kreationen, bei denen das Eis zu fantasievollen Kreationen weiterverarbeitet wird. So gibt es eine Tiramisu-Eistorte, einen Frozen Cheesecake, geeiste Zitronentarte, Apfelstrudel-Eisriegel, Eis-Donuts, geeister Gugelhupf, Frozen Cupcakes, Spaghetti-Eistörtchen oder einen geeisten Christstollen. Außerdem gibt es Eiskonfekt, Mohneis-Soufflé und gebackenes Bananeneis am Stiel. Dieses Buch richtet sich also genauso an Bäcker wie an Eismacher.

Die Rezepte nehmen meist eine Seite ein, das Layout ist schlicht, lesbar und übersichtlich und die andere Seite einer Doppelseite wird mit einem Eis-Foto vom Fotografen Oliver Brachat ergänzt. Im Gegensatz zu einigen anderen Eisbüchern sind auch die benötigten Zutaten in der Regel in den meisten Haushalten zu finden. Mit einem Stoff-Leseband findet man schnell sein Lieblingsrezept wieder.

Auch wenn das Buch Anfänger nicht vor große Hürden stellt, sehe ich es doch mehr in den Händen von erfahrenen (Hobby-)Köchen und Bäckern, welche mit den Eistorten oder einem Granité ihr Festtagsmenü abrunden wollen oder auf einer sommerlichen Geburtstagsfeier etwas Extravagantes präsentieren wollen.

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Rezept: Kirschsirup selber machen

Selber hergestellte Sirups schmecken lecker und eignen sich gut für die Eis-Herstellung. Anstatt von normalem Zucker kann auch mit einem Sirup gesüsst werden.

Wenn man gefrorene Früchte in einem Mixer zu Eis zubereitet, wie hier beschreiben, eignen sich Sirups nicht nur zum Süßen, sondern auch um eine besondere Note zu geben.

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Kirschen-Sirup selber machen

Zutaten:

  • 1 kg Kirschen entsteint frisch oder gefroren
  • 1 kg Kristallzucker
  • 1/2 l Wasser
  • 20 g Zitronensäure

Zubereitung:

  1. Die Kirschen mit dem Zucker vermischen und in einer Schüssel mit Deckel* verschliessen oder mit Klarsichtfolie zudecken.
  2. Über Nacht oder 8-10 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  3. Nach dieser Zeit die Kirschenmischung in eine Pfanne geben.
  4. Wasser und Zitronensäure beigeben und aufkochen.
  5. Etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  6. Platte ausschalten und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
  7. Mit einem Stabmixer mixen.
  8. Durch ein Sieb in eine Schüssel treiben.
  9. Die Flüssigkeit zurück in die Pfanne gießen und unter Rühren aufkochen.
  10. Mit einem Löffel den Schaum entfernen.
  11. Durch ein Passiertuch*gießen.
  12. Den heißen Sirup in saubere und vorgewärmte Glasflaschen gießen und luftdicht verschließen.
  13. Der Sirup ist an einem dunklen und kühlen Ort ca. sechs Monate bis zu einem Jahr haltbar.

Tipps:

  • Der Kirschsirup eignet sich auch hervorragend zu einer Kugel selbstgemachtem Vanilleeis.

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Eis-Rezept: Zitroneneis selbst machen

Vor paar Wochen erhielt ich eine Mail unseres Lesers René:

„Hallo Robert,
mein Vater kommt diese Woche zu Besuch und der mag so gerne Zitroneneis.
Hatte in deinem Blog schon gesucht, aber leider kein Rezept für ein Zitroneneis gefunden.
Hast du vielleicht ein Rezept oder weißt du, wo ich mal gucken könnte?
Die ich bis jetzt gefunden habe waren auf Buttermilchbasis. Und die anderen haben sich nicht wirklich gut angehört.
Mit freundlichen Gruß, René“

Da ich selbst nicht so der Zitronenfan bin, habe ich ebenfalls erst mal im Internet geschaut und Tatsache: Fast alle Rezepte waren entweder auf Buttermilch-Basis oder als Sorbet konzipiert. Der Rest war meist von der Zusammensetzung nicht so geeignet, um die perfekte Cremigkeit zu erzeugen.

zitroneneis_16A9191_retuschAlso habe ich meine Excel-Tabelle bemüht und für René ein ganz klassisches und ebenso leckeres Zitroneneis berechnet, ganz ohne Schnickschnack. Für den Besuch des Vaters wohl etwas zu spät, aber ich hoffe, dass er spätestens jetzt wieder einen Grund hat, noch mal bei René vorbeizuschauen.

Rezept für Zitroneneis

Eisvariante: Sahneeis
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Zutaten:

  • 250 g Vollmilch
  • 200 g Sahne (30% Fett)
  • 150 g Zucker
  • 100 ml Zitronensaft (ca. 2 große Zitronen)
  • 60 g Eigelb (ca. 3 Eier Größe L)
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Die Zitronen auspressen und durch ein Sieb gießen, bis 100 ml purer Zitronensaft zusammen sind.
  2. Die Eigelbe zusammen mit dem Zucker und dem Salz verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Die Milch mit der Sahne im Topf auf ca. 40°C erhitzen und nach und nach zur Ei-Zucker-Mischung rühren.
  4. Die Eismasse wieder auf den Herd stellen und unter Rühren auf ca. 80°C erhitzen, bis die Masse zu simmern beginnt. Sie darf nicht kochen, weil sonst das Eigelb gerinnt.
  5. Die Masse vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen, den Zitronensaft einrühren und weiter bis auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen.
  6. Danach die Eismasse in die Eismaschine geben oder nach dieser Anleitung ohne Eismaschine zubereiten.

Tipps und Tricks:

  • Wie immer empfehlen wir Bio-Zitronen.
  • Wer will, kann das Eis auch mit einigen Zitronenzesten verfeinern (ins Eis rühren) oder beim Servieren damit dekorieren.

Eis-Rezept: Frozen-Yogurt mit Aprikosen am Stiel selber machen

Nun gibt es wieder Obst in Hülle und Fülle. Das ist das Schöne im Sommer. Frische und reife Früchte pflücken oder kaufen und zu einem leckeren Eis zubereiten.

Da meine Kinder Eis am Stiel über alles lieben, habe ich gleich ein Frozen Yogurt mit Aprikosen am Stiel für sie gemacht. Es kommt oft vor, dass auch andere Kinder ein solchen Eis essen wollen.

An dieser Stelle erwähne ich immer wieder, dass ich Joghurt in Bio-Qualität empfehle. Konventioneller Joghurt ist oft säuerlich und schmeckt nicht so gut.

Frozen Yogurt. Mal am Stiel. Sozusagen als Take away. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Frozen Yogurt. Mal am Stiel, sozusagen als Take-Away. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

 

Frozen-Yogurt mit Aprikosen am Stiel selber machen

Zutaten:

  • 500 g Naturjoghurt (Bio)
  • 100 g Honig
  • Saft einer halben Limette
  • 300 g Aprikosen frisch oder gefroren

Zubereitung:

  1. Den Bio-Naturjoghurt in eine Schüssel geben.
  2. Wenn ein flüssiger Honig verwendet wird, diesen zum Joghurt geben. Wenn es ein fester Honig ist, mit 1 – 2 Esslöffel Wasser in einer Pfanne langsam erhitzen, bis er flüssig wird und dann zum Joghurt geben.
  3. Limettensaft dazugeben.
  4. Die Aprikosen waschen und halbieren. Von den Steinen befreien und grob in Würfel schneiden. Wenn gefrorene Früchte verwendet werden, etwas antauen lassen und würfeln.
  5. Die Würfel zu der Joghurt-Masse geben.
  6. Alles gut vermischen und mit dem Mixer gut durch mixen.
  7. In die Eis am Stiel-Förmchen geben und den Stiel darauf stecken.
  8. Etwa 4 Stunden gefrieren lassen.

Rezension: „Superfood-Eis“ von Kerstin Pooth und Astrid Saß

Das ist die bisher schwerste Buchrezension für ein Eisrezept-Buch, die ich je verfassen musste. Das liegt zum einen daran, dass es unser Credo ist, aus jedem vorgestellten Buch mindestens ein Rezept auszuprobieren, damit wir wirklich sehen können, ob die Rezepte schlüssig sind und wie das fertige Eis letztendlich schmeckt.

Hier fing das Problem schon an: Ich habe mich für den Klassiker „Vanilleeis“ entschieden, im Buch kombiniert mit Kakaobutter und Kakaonibs (Seite 36). Von den sieben erforderlichen Zutaten hatte ich drei im Haus, die restlichen vier (Cashewmus, Kakaobutter, Guarkernmehl sowie Kakaonibs) schlugen sich mit knapp 40 Euro an der Kasse nieder. Da musste ich schon schlucken. Das fertige Eis schmeckte dann auch so, wie veganes Eis oft schmeckt, wenn es Sahneeis imitieren will: Wässrig und fade (und das, obwohl ich statt der halben Vanilleschote schon eine ganze verwendet habe).

Superfood-Eis (Cover)Aber mal einen Schritt zurück: Was unterscheidet das Buch „Superfood-Eis„* von Kerstin Pooth und Astrid Sass von anderen Eis-Büchern? Das Superfood!

Als Superfood werden laut dem Buch „pflanzliche Lebensmittel bezeichnet, die einen überdurchschnittlich hohen Nährstoffgehalt aufweisen„. So weit, so einfach. In der Liste der Superfoods finden sich exotische Trend-Namen wie die Acai-Beere, Camu-Camu, Chiasamen, Gojibeeren, Lucuma oder Maca. Erstaunt hat mich aber, dass auch eine lange Liste von Früchten und anderen durchaus üblichen Eiszutaten wie Ananas, Apfel, Bananen, Blaubeeren, Cashews, Erdbeeren, Himbeeren, Kakao, Kokosnuss, Mandeln, Mango, Orangen, Pistazien, Vanille, Zimt und Zitronen als Superfood gehandelt werden. Da hätte ich auch gleich jedes meiner Frucht- oder Nusseis-Sorten als „Superfood-Eis“ bewerben können.

Um es uns nicht zu einfach zu machen, wollen die beiden Autorinnen jedoch auf Milchprodukte und Eier (wegen Unverträglichkeit von Kerstin Pooth) sowie auf Industriezucker (ohne Begründung, ist vermutlich einfach uncool) verzichten. Das führt dazu, dass alle 44 Rezepte im Buch vegan sind. Interessanterweise wird das an keiner Stelle im Buch erwähnt, was mir sogar ganz symphatisch ist.

Was mir jedoch beim Lesen so richtig auf die Nerven ging – und damit sind wir beim zweiten Punkt, welcher mir die Rezension so erschwert – ist die Erhöhung Der vorgestellten Eiscreme-Rezepte, als wären sie Medizin und kein Genussmittel. Allein die Aufteilung der fünf Kapitel spricht Bände: „Happiness„, „Energizing„, „Immun-Boost„, „Detox“ und „Anti-Aging„.

Gegen Happiness sage ich nichts, denn kaum jemand mag widersprechen, dass Eis Glücksgefühle verursachen kann. Aber Stärkung der Abwehrkräfte, entgiften und entschlacken sowie eine Frischzellenkur, nur durch das Eis essen? Das könnte ich mit einem Augenzwinkern vielleicht akzeptieren, aber die Autorinnen meinen das wirklich ernst.

Das „Casheweis mit Maca“ soll für „Sex-Appeal“ sorgen, weil die enthaltenen Tonkabohnen „hypnotisch-erotisierend“ und das Maca „aphrodisierend„. Das „Apfeleis“ sorgt für „Zellschutz und stärkt das Immunsystem„. Das „Chia-Pflaumen-Sorbet“ soll wegen ein paar Gramm Chia-Samen den „Muskelaufbau unterstützen“ und den Proteinshake nach dem Fitnesstraining ersetzen. Das „Aprikoseneis mit Maulbeeren“ soll „verdauungsfördernd“ sein und „vor Viren und Bakterien schützen„. Das „Avocado-Eis mit Limette“ soll „gegen Stress helfen und Magen und Darm unterstützen„. „Kokoseis mit Kurkuma“ soll entgiftend wirken sowie den Zellschutz fördern. Ein „Acaisorbet“ soll angeblich die „Alterungsprozesse verlangsamen“ und „so die Haut länger jugendlich erhalten„. Selbst ein simples Erdbeereis wird als Schlankmacher verkauft, weil, nun ja, Erdbeeren wenig Kalorien und einen hohen Wasseranteil haben. Die Kalorien der Banane und vom Reisdrink und den Zucker vom Datteldicksaft, welche ebenfalls im Rezept enthalten sind, können anscheinend ignoriert werden.

Stellenweise konnte ich nicht anders als das Buch als Parodie auf den Gesundheitswahn zu lesen. Deshalb hier einige klarstellende Worte: Nur weil in einem Eis Agavendicksaft, Honig, Datteldicksaft oder Birkensüße statt Raffineriezucker enthalten sind, wird es der Körper immer noch als „zuckerhaltige Kohlenhydrate“ verarbeiten. Eis macht nicht dünn, jünger oder verbrennt Fett! Eiscreme ist ein Genussmittel, keine Medizin!

Wer abnehmen will, sollte Sport treiben und auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung achten, statt Eiscreme als Wundermittel anzusehen. Eis ist kein Jugendbrunnen. Jeder wird älter, da ändern ein paar Acaibeeren nichts dran.

Das Buch ist eine einzige Augenwischerei.
Betrachten wir es nüchtern: Ich bestreite nicht, dass Obst in der Regel viele Vitamine und andere gesunde Stoffe enthält. Auch die ganzen Nüsse, Samen, Kräuter und Gwürze mögen nützliche Kräfte haben. Aber in der Menge, in der sie in den Eis-Rezepten verwendet werden, sind sie weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Und Kalorien, Kohlenhydrate, Fett und Zucker enthalten die Rezepte in der Regel trotzdem. Das wird dann in dem Buch wie beim „Walnusseis“ mit einem Satz weggewischt: „Über Kalorien wollen wir in einem Buch über Eis eigentlich nicht sprechen. Deswegen fangen wir auch bei Walnüssen nicht damit an„.

Soviel zur Theorie.
Wer die Rezepte in der Praxis nachmachen will, muss – siehe oben – richtig tief in die Tasche greifen, weil die ausgefallenen Zutaten viel Geld kosten. Selbst wenn ich ein Sorbet hätte probieren wollen, was traditionell weniger Zutaten benötigt, hätte ich so exotische Grundstoffe wie Camu-Camu-Pulver, Birkensüße oder Baobabpulver oder Stevia-Zucker parat haben müssen.

Auffälligerweise scheint das die jubelnden Fünf-Sterne-Rezensionen bei Amazon keineswegs zu stören. Da wird von den „einfachen, wenigen Zutaten“ und vom „Schlemmen ohne Sünde, ganz im Gegenteil – Schlemmen mit Genuss und deutlichem Wohlfühlfaktor.geschwärmt. Das klingt wie direkt aus einer PR-Fabrik.

Wer cremiges, traditionelles Eis liebt, sollte die Finger vom Buch lassen. Höchstens für Veganer, welche auf der Suche nach einigen exotischen Rezepten sind, mag das Buch eine Option darstellen. Alle anderen sollten lieber einige Runden mehr Joggen gehen und sich eine richtige Kugel Eis gönnen.

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Rezept: Limoncello selber machen

Diese Woche gibt es wieder einmal etwas Alkoholisches. Die Rede ist vom Limoncello. Dieser süss-saure Likör passt hervorragend zu diesen warmen Tagen.

Limoncello erfreut sich großer Beliebtheit. Die meisten kennen diesen Likör aus ihren Italien-Ferien, wo er eisgekühlt serviert wird.

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Bei Wikipedia kann man Folgendes erfahren: „Limoncello ist ein Zitronenlikör, der im Golf von Neapel und entlang der Amalfiküste sowie in Sizilien hergestellt wird. Zur Herstellung werden die Aromen in der Form von ätherischen Ölen aus der Zitronenschale mit Alkohol extrahiert und der aromatisierte Alkohol mit einer Wasser-Zucker-Lösung verdünnt.“

Was mich aber am Limoncello fasziniert, ist die satte gelbe Farbe, die er von der Schale der Zitrone annimmt. Die Farbe ist Natur pur. Keine Lebensmittelfarbe oder sonstige Chemie wird dafür benötigt, wobei ich nicht weiß, ob dies beim industriellen Limoncello auch zutrifft.

Bitte verwendet ausschliesslich Bio-Zitronen, da die Schale verwendet wird. Diese ist bei handelsüblichen Zitronen chemisch behandelt. Einen ausführlichen Artikel dazu findet ihr hier hier

Den fertigen Likör kann man problemlos ein Jahr im Keller lagern. Zum Trinken stellt man eine Flasche ins Tiefkühlfach, damit er eiskalt genossen werden kann.

Zutaten:

  • 1 Liter hochprozentigen Alkohol (95%)
  • 6-8 Bio-Zitronen
  • 700 g Kristallzucker
  • 2 Liter Wasser

Zubereitung:

  1. Die Zitronen unter heißem Wasser waschen und trocknen.
  2. Da nur die Schale benötigt wird, schält man die Zitrone mit einem scharfen Messer oder mit einem Sparschäler* ab. Man muss aufpassen, dass der weiße Teil unter der gelben Schale nicht verwendet wird, sonst wird der Limoncello bitter.
  3. Die Schalen zum Alkohol in die Flasche geben, verschliessen und kräftig schütteln.
  4. Mindestens 20 Tage an einem dunklen und kühlen Ort lagern. Am besten eignet sich der Keller. Alle 5-6 Tagen kräftig schütteln.
  5. Nach 20 Tagen den Zucker und das Wasser in einer Pfanne aufkochen und 3-4 Minuten kochen lassen.
  6. Abkühlen lassen.
  7. In der Zwischenzeit den Alkohol durch ein feines Sieb filtern, sodass die Schalen rausgefiltert werden.
  8. Den Alkohol mit dem kalten Zuckerwasser mischen und in sterilisierte Flaschen gießen.

Tipps:

  • Der Limoncello wird auch als Zutat für Torten, Eiscreme und andere Süßspeisen verwendet.
  • Eisgekühlt, am besten aus dem Tiefkühlfach, servieren.
  • Die Gläser im Tiefkühlfach vorkühlen.
  • Dieser Limoncello eignet sich sehr gut zum Verschenken.