Rezept: Limoncello selber machen

Diese Woche gibt es wieder einmal etwas Alkoholisches. Die Rede ist vom Limoncello. Dieser süss-saure Likör passt hervorragend zu diesen warmen Tagen.

Limoncello erfreut sich großer Beliebtheit. Die meisten kennen diesen Likör aus ihren Italien-Ferien, wo er eisgekühlt serviert wird.

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Bei Wikipedia kann man Folgendes erfahren: „Limoncello ist ein Zitronenlikör, der im Golf von Neapel und entlang der Amalfiküste sowie in Sizilien hergestellt wird. Zur Herstellung werden die Aromen in der Form von ätherischen Ölen aus der Zitronenschale mit Alkohol extrahiert und der aromatisierte Alkohol mit einer Wasser-Zucker-Lösung verdünnt.“

Was mich aber am Limoncello fasziniert, ist die satte gelbe Farbe, die er von der Schale der Zitrone annimmt. Die Farbe ist Natur pur. Keine Lebensmittelfarbe oder sonstige Chemie wird dafür benötigt, wobei ich nicht weiß, ob dies beim industriellen Limoncello auch zutrifft.

Bitte verwendet ausschliesslich Bio-Zitronen, da die Schale verwendet wird. Diese ist bei handelsüblichen Zitronen chemisch behandelt. Einen ausführlichen Artikel dazu findet ihr hier hier

Den fertigen Likör kann man problemlos ein Jahr im Keller lagern. Zum Trinken stellt man eine Flasche ins Tiefkühlfach, damit er eiskalt genossen werden kann.

Zutaten:

  • 1 Liter hochprozentigen Alkohol (95%)
  • 6-8 Bio-Zitronen
  • 700 g Kristallzucker
  • 2 Liter Wasser

Zubereitung:

  1. Die Zitronen unter heißem Wasser waschen und trocknen.
  2. Da nur die Schale benötigt wird, schält man die Zitrone mit einem scharfen Messer oder mit einem Sparschäler* ab. Man muss aufpassen, dass der weiße Teil unter der gelben Schale nicht verwendet wird, sonst wird der Limoncello bitter.
  3. Die Schalen zum Alkohol in die Flasche geben, verschliessen und kräftig schütteln.
  4. Mindestens 20 Tage an einem dunklen und kühlen Ort lagern. Am besten eignet sich der Keller. Alle 5-6 Tagen kräftig schütteln.
  5. Nach 20 Tagen den Zucker und das Wasser in einer Pfanne aufkochen und 3-4 Minuten kochen lassen.
  6. Abkühlen lassen.
  7. In der Zwischenzeit den Alkohol durch ein feines Sieb filtern, sodass die Schalen rausgefiltert werden.
  8. Den Alkohol mit dem kalten Zuckerwasser mischen und in sterilisierte Flaschen gießen.

Tipps:

  • Der Limoncello wird auch als Zutat für Torten, Eiscreme und andere Süßspeisen verwendet.
  • Eisgekühlt, am besten aus dem Tiefkühlfach, servieren.
  • Die Gläser im Tiefkühlfach vorkühlen.
  • Dieser Limoncello eignet sich sehr gut zum Verschenken.

Rezension: „Lomelinos Eis“ von Linda Lomelino

Einige kennen die Schwedin Linda Lomelina vermutlich durch ihren Back-Blog „Call Me Cupcake„. Oder durch die beiden dazugehören Backbücher.

Als drittes Buch ist jedoch das Buch „Lomelinos Eis„* mit Eisrezepten erschienen, letztes Jahr auch in deutscher Sprache im AT Verlag (ISBN 978-3038007937).

Auf 122 Seiten stellt sie 80 Rezepte vor. Nach einer Doppelseite mit einer kurzen Einführung folgen die verschiedenen Rezeptarten. Es gibt 45 Rezepte für Sahneeis, 1o Rezepte für Sorbets und Sherbets, 3 Eis am Stiel, 8 Eistorten und Eisdesserts, 4 geeiste Getränke sowie 10 Rezepte für Garnituren und Saucen.linda-lomelino-lomelinos-eis-cover

Die meisten Rezepte nehmen ungefähr eine halbe Seite ein und kommen schnell auf den Punkt. Die persönlichen Anmerkungen der Autorin enthalten Tipps oder nützliche Hinweise, eher versteckt auf der Einführungsseite steht jedoch, dass alle Rezepte von Sahne mit einem hohen Fettgehalt (36-40%) ausgehen. Das bedeutet, dass wir in Deutschland entweder etwas Milch durch Sahne (mit 30% Fettgehalt) ersetzen sollten oder zu Créme Double greifen sollten.

Von den Klassikern wie Vanilleeis oder Schokoladeneis gibt es jeweils eine Express-Variante (ohne Erhitzen) sowie eine aufwändigere „Deluxe“-Variante und noch einige sehr brauchbare Varianten.Etwas exotischer sind das Lakrizeis, Polkagris-Eis (mit diesen rot-weiß gestreiften Pfefferminzbonbons) oder das Himbeer-Cheesecake-Eis. Als Bindemittel werden beim Sahneeis meist zwei bis drei Eigelbe verwendet, manchmal (Express-Variante) aber auch darauf verzichtet. Die meisten Zutaten sind leicht im Handel erhältlich, am exotischsten ist noch „Farinzucker“, für den jedoch auch dunkler Rohrohrzucker verwendet werden kann. Bei den meisten Sorbets und Sherbets wird etwas Alkohol verwendet.

Getestet habe ich das „Daim-Eis“ (Seite 17), eine Variante vom Vanilleeis. Die Arbeitsschritte empfinde ich im Gegensatz zur „klassischen“ Variante etwas umständlich, weil erst die gezuckerte Milch gekocht wird, dann nach dem Abkühlen und erneuten Erhitzen zu den Eigelben gerührt wird, dann folgt das Simmern und zum Schluss wird die Sahne hinzugegeben. Kann man so machen, erfordert in der Praxis aber mehr Handgriffe als nötig. Die meisten Rezepte ergeben ca. 0,5 bis 0,7 Liter Eiscreme und passen damit ideal in handelsübliche Eismaschinen.

Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Eis-Büchern ist hier, dass die Autorin – wie in ihrem Blog – alle Fotos selbst gemacht hat. Deshalb sind im Buch des öfteren auch mal Doppelseiten nur mit Fotos eingestreut, die einem allesamt den Mund wässrig machen. Die tropfenden Eiskugeln zeigen, dass hier wirklich das echte Eis fotografiert wurde und nicht zu Frischkäse-Attrappen oder ähnlichen Tricks gegriffen wurde. Ähnlich wie manche ihrer Fotos wirkt das Layout leider etwas unübersichtlich, weil die Rezepte mal von links nach rechts wandern und die Teil-Überschriften für einige Rezepte recht klein geraten sind, was das Suchen etwas schwieriger macht.

Insgesamt ist das Buch gut für Einsteiger geeignet, der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Sahneeis und wird vor allem Fotografie-Liebhaber ansprechen.

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Eis-Rezept: Aprikosen-Wasser-Eis am Stiel selber machen ohne raffinierten Zucker

Bis jetzt hat der Sommer ziemlich verregnet angefangen. Aber letztes Jahr war es anfangs auch so und dann wurde es ein wunderschöner, heißer Sommer. Lassen wir uns überraschen.

Die einheimischen Aprikosen lassen noch etwas auf sich warten. Trotzdem werden sie schon fleißig importiert angeboten. Dieses selbstgemachte Aprikosen-Eis am Stiel ohne raffinierten Zucker lässt sich auch mit tiefgekühlten Aprikosen zubereiten.

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Wenn Eltern Eis für ihre Sprösslinge selber machen, soll es oft nicht so überzuckert sein wie die gekauften Pendants.

Wenn man reife, süße Aprikosen bekommt, muss man nur noch wenig zusätzlich süßen. Reife Aprikosen sind schon süß, aber sie besitzen eine eigene Säure. Zudem sind nie alle Früchte gleich süß. Hier kommt etwas Honig hinzu, denn Honig verleiht einen hervorragenden unverwechselbaren Geschmack, der wunderbar mit den Aprikosen harmoniert und lässt das Eis nicht steinhart werden.

Aprikosen-Wasser-Eis am Stiel selber machen ohne raffinierten Zucker

Schwierigkeitsgrad: leicht
Eis-Variante: Wassereis

Zutaten:

  • 400 g reife Aprikosen (oder tiefgekühlte)
  • Honig nach Belieben (kommt auf die Süße der Früchte an)
  • 2 dl Wasser
  • ein Zweig Minze

Zubereitung:

  1. Die Aprikosen waschen, halbieren und von den Steinen befreien, nochmals halbieren.
  2. Die Minze waschen, von den Stielen befreien und fein hacken.
  3. Alle Zutaten zusammen mit dem Wasser und etwa 2 Esslöffel Honig in eine Pfanne geben.
  4. Langsam erhitzen und etwa 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Aprikosen weich sind und auseinander fallen.
  5. Wenn das Wasser verdampft, noch etwas dazu geben. Es soll eine dickflüssige Masse werden.
  6. Mit dem Mixer pürieren.
  7. Durch ein Sieb treiben.
  8. Probieren. Wenn nötig, noch etwas Honig dazu geben. Wenn es zu süß ist, etwas Wasser dazu geben.
  9. Abkühlen lassen. Am schnellsten geht es in einem kalten Wasserbad.
  10. In Förmchen abfüllen, den Stiel nicht vergessen und etwa 4-6 Stunden tiefkühlen.

Tipp:

  • In warmem Zustand wirkt die Masse viel süßer als in tiefgekühltem Zustand! Darum darf das Eis schon etwas süß sein.

Eis-Rezept: Holunderblüteneis selbst machen

Der Mai und der Juni sind die Monate der Holunderblüte! Überall sind die weißen Blüten des Schwarzen Holunder – manchmal auch Flieder genannt – am Wegesrand zu sehen. Die ideale Zeit also, um die wohlriechenden Blüten in ein wirklich sehr leckeres Eis zu verwandeln. Vor allem eins, was so gut wie nie in Eisdielen zu finden sein wird.holunderblueteneis_16A8642_retusch

Schon letztes Jahr wollte ich mich an ein Holunderblüteneis wagen, habe es aber zeitlich nicht geschafft. Aber dieses Jahr lief ich praktisch an jeder Ecke mehrmals an Holundersträuchern vorbei, es gab also keinen Ausweg.

Eis-Rezept für Holunderblüteneis

Eis-Variante: Sahneeis
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Zutaten:

  • 400 ml Vollmilch
  • 300 ml Sahne
  • 150 g Zucker
  • 100 g frische Holunderblüten
  • 2 EL Glukosesirup (ca. 30 g)
  • 3 TL Speisestärke (ca. 13 g)
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Die Speisestärke in einem kleinen Becher mit zwei Esslöffeln der Milch verrühren.
  2. Die restliche Milch zusammen mit der Sahne, dem Zucker, dem Glukosesirup und dem Salz in einen großen Topf geben, verrühren und etwas erhitzen, bis sich der Zucker und der Glukosesirup etwas gelöst haben.
  3. Dann die frischen Holunderblüten in die Milch geben und alles zusammen ca. fünf Minuten kochen lassen.
  4. Die Eismasse durch ein Sieb gießen, um die Holunderblüten rauszufiltern.
  5. Die Speisestärke in die Milch rühren, wieder auf den Herd stellen und noch mal ca. eine Minute unter Rühren aufkochen lassen, bis die Masse etwas dicklicher wird.
  6. Vom Herd nehmen und die Eismasse zum Frischkäse geben. Rühren, bis sich der Frischkäse aufgelöst hat.
  7. Die Eismasse auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen und dann in die Eismaschine geben. Wer keine Eismaschine hat, kann es nach dieser Anleitung machen.

Tipps und Tricks:

  • Wer keinen Holunder im Garten hat, kann einfach frische Holunderblüten vom Wegesrand pflücken. Bei uns habe ich welche genommen, die wild am Rhein wachsen. Die Sträucher nahe an Straßen habe ich wegen eventueller Schadstoffbelastungen gemieden.
  • Da die Holunderblüten essbar sind, können einige weitere frische Holunderblüten als essbare Dekoration für das fertige Eis verwendet werden.
  • Wer will, kann auch einige frische Holunderblüten (dann jedoch ohne die Stängel) kurz vor Ende des Gefriervorgangs ins Eis mischen.
  • Das Basis-Rezept fusst auf dem Vanilleeis-Rezept aus diesem Buch, wer sein Eis lieber mit Eigelb bindet, kann aus diesem Rezept die Vanille durch die Holunderblüten ersetzen.

Zu was verarbeitet ihr eure Holunderblüten?

Eiscreme aus Olivenöl? Der neue Trend in Eisdielen

Immer wieder werden Erich und ich um Rat gefragt, wenn es um das Thema „Eiscreme“ geht.

Manchmal bin ich jedoch selbst etwas ratlos. So stehe ich zum Beispiel verwundert vor dem Trend, Eis aus Olivenöl zu machen.

War es noch vor wenigen Jahren verpönt, „billiges Pflanzenfett“ ins Eis zu kippen und dadurch die hochwertige Sahne zu ersetzen, werben mittlerweile einige Eisdielen sogar damit, dass ihr Eis Olivenöl statt Sahne enthält.

So gesehen zum Beispiel in der Eisdiele „Eis Center Gelati“ in der Schellingstr. 48 in München:Olivenoel-eis-muenchen-2438oder in Berlin im Eissalon „Erste Sahne“ in der Kienitzer Straße 116, die jedoch auch gleich den großen Vorteil vom Olivenöl herausstreichen:Olivenoel-Eis-NeukoellnDas Eis ist vegan (und laktosefrei), meist enthält es auch etwas weniger Kalorien und Fett als normale Eiscreme.

Ich halte es jedoch eher mit dem Zitat aus dem Buch „Der Liebesschuft: Berlin Love Storys„* von Juli Bennet, in dem die Protagonistin sagt:

„Eis aus Olivenöl? Da kann man ja gleich eine grüne Gurke in den Kühlschrank legen und sie hinterher lutschen.“

Wer sich jedoch selbst an Eis mit Olivenöl probieren will, kann dieses Rezept von Erich probieren.

Was haltet ihr von Eis auf Olivenöl-Basis?

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Rezension: „Italienische Kochschule: Eiscreme“

Erst vor einigen Tagen erschien im Phaidon Verlag das Buch „Eiscreme“* aus der Serie „Italienische Kochschule“. Da italienisches Gelato für viele Eisfans immer noch das Synonym für leckeres Eis ist, lag es nahe, einen genauen Blick in das Buch für unseren Eisblog zu werfen. Taugt das Buch was?
italienische_kochschule-eiscreme-coverAuf 176 Seiten finden sich insgesamt 76 Rezepte, meist schön übersichtlich auf einer Doppelseite, davon eine Seite Text inklusive Zubereitungszeit, Zutaten, Kalorienangaben und den Arbeitsschritten. Die andere Seite ist je einem formatfüllenden Foto gewidmet. Die Rezepte gliedern sich auf: 25 Sorten Eiscreme, 9 Sorten Sorbet, 19 Sorten gefrorene Desserts wie Semifreddo, Granitas oder Eistorte sowie 23 Sorten gekühlte Desserts, die streng genommen gar kein Eis sind, also Tiramisu, Panna Cotta, Cannoli, Cassata oder Zuppa Inglese.

Letzteres empfinde ich zwar etwas als „Etikettenschwindel“, wenn auf dem Titel nur von „Eiscreme“ die Rede ist, aber wer ein Faible für italienische Desserts hat, kann dieser Sammlung italienischer Rezeptklassiker sicher etwas abgewinnen.

Bis auf das Parmesaneis (Seite 62) sowie das Jasmineis (Seite 65) sind die meisten Sorten sehr bodenständige Klassiker. Die Zutaten sind oft bewusst minimalistisch gehalten. Das Karamelleis beispielsweise besteht nur aus drei Zutaten (Crème Double, Zucker, Eigelb), das Zabaioneeis aus vier Zutaten (Eigelb, Zucker, Marsala und Sahne) und so weiter.

Gebunden wird das Eis meist ebenfalls klassisch mit – viel – Eigelb, meist mindestens drei bis hoch zu acht Eigelben (beim Pistazieneis). Manchmal wird auch komplett darauf verzichtet und stattdessen der fettreicher Crème Double gearbeitet. Wer danach nicht weiß, wohin mit dem ganzen übrig gebliebenen Eiweiß, kann zu den Sorbets blättern, wo meist ein Eiweiß erforderlich ist.

Alle verwendeten Zutaten sind üblicherweise in jeder gut sortierten Küche vorhanden und die Zubereitung ist so gut beschrieben, dass beim Nachmachen nicht viel schief gehen kann.

Diese puristische, bodenständige Herangehensweise finde ich sehr symphatisch. Das liegt auch daran, dass das Buch auf dem klassischen italienischen Rezeptbuch „Il cucchiaio d’argento“ (Der Silberlöffel) von 1950 sowie einigen anderen italienischen Büchern basiert. Neumodischen Schnickschnack oder Hype-Wörter wie „vegan, laktosefrei, glutenfrei“ oder „low carb“ werdet ihr in diesem Buch nicht finden.

Für Leute, die gerade erst mit dem Eismachen beginnen, ist dieses Buch ein gute Grundlage, um die italienischen Gelato-Klassiker kennen- und lieben zu lernen. Wer wie ich jedoch schon jahrelang selbst Eis herstellt und zig Rezeptbücher zum Thema im Regal hat, wird hier nichts Neues finden. Wobei selbst das nicht ganz stimmt: So hat mich beispielsweise die Art, wie im Buch das Schokolade-Minz-Eis aromatisiert wird, auf eine gute Idee für ein ähnliches Rezept gebracht, welches ich bestimmt bald vorstellen werde. Die Besinnung auf die alten Eisklassiker kann also immer noch inspirieren.

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Rezept: Pfefferminzsirup selber machen neue Version

Am 22. Februar 2011 hatte Robert als eines seiner ersten Rezepte den Artikel „Pfefferminzsirup für Eis selbst herstellen“ veröffentlicht.

Wir diskutieren oft über unsere Artikel und Rezepte und tauschen uns konstruktiv aus. So war es auch bei diesem Artikel. Nach über fünf Jahren fand ich, es sei an der Zeit, eine überarbeitete Version zu veröffentlichen. Da in unserem Garten bereits die Minze vor sich hin wuchert, fand ich dies die beste Gelegenheit, mein Vorhaben umzusetzen.

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Selber hergestellter Minze-Sirup schmeckt ausgezeichnet und erfrischend. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Wie Robert in seinem Artikel geschrieben hat, soll das starke Aroma von der Marokkanischen Minze kommen. Diese Minze ist tatsächlich die mit dem stärksten Aroma. Da bei mir zu Hause keine solche Minzen-Art wächst, versuchte ich mein Glück mit unserer einheimischen Sorte. Von Anfang an war ich der Meinung, dass es weniger die Sorte ausmacht als die Jahreszeit. Robert hat seinen Sirup im Winter hergestellt. Die im Winter gezüchteten Kräuter, die abgepackt in den Regalen liegen, verlieren rasch ihre Ätherischen Öle. Diese Öle machen die Wirksamkeit und das Aroma der Pflanze aus. Dann war noch die Säure von der Zitrone, die Ihre Rolle spielte. Dazu komme ich später.

Wer selber Kräuter in seinem Garten oder Töpfen ernten möchte, soll das am Morgen bis etwa 11 Uhr tun, je nach Sonnenstand. Denn je höher die Sonne steht, umso mehr zieht die Pflanze Ihr ätherisches Öl in die Wurzel, damit es nicht in der Hitze austrocknet. Wer denkt, dann ernte ich sie halt, wenn es regnet, fährt auch nicht gerade gut, denn dann geschieht dasselbe. Am besten sind trockene Morgen.

So. Nun haben wir die wohl duftende Pfefferminze. Was ihr nicht gut bekommt, ist, sie von Anfang an mit Säure zu mischen. Die Säure der Zitrone beeinträchtigt stark das erfrischende Aroma der Minze. Darum die Säure erst zum Schluss beigeben.

Pfefferminz-Sirup neue Version

Schwierigkeitsgrad: Mittel
Eisvariante: Sirup

Zutaten:

  • 1 kg Kristallzucker
  • 100 g Minze mit Stiel (Normale aus dem Garten/Supermarkt)
  • 10 g Zitronensäure (aus der Apotheke/Drogerie)
  • 1 l Wasser

Zubereitung:

  1. Die Minze waschen, trocken tupfen und von Hand fein hacken.
  2. Den Zucker in eine Schüssel geben und mit der gehackten Minze gut vermischen. So kann der Zucker das ganze Aroma der Minze aufsaugen.
  3. Etwa 12 Stunden bei Zimmertemperatur, zugedeckt ziehen lassen.
  4. Das Wasser und Zucker-Minze-Mischung in eine Pfanne geben und aufkochen.
  5. 5 Minuten köcheln lassen.
  6. Die Zitronensäure beigeben und gut verrühren.
  7. Durch ein Sieb * gießen. Wenn nötig, noch einmal durch ein Tuch gießen.
  8. Noch heiß in sterilisierte Glas-Flaschen gießen und luftdicht verschließen.

Tipp:

  • Wer seinen Sirup gerne grün haben will, kann eine Handvoll Blattspinat in Punkt zwei mithacken.
  • Anstatt Blattspinat kann man auch einige Tropfen grüne Lebensmittelfarbe beigeben. Dies aber erst am Schluss.
  • Den Sirup kann man ungeöffnet etwa 4-5 Monate lagern.

Eis-Rezept: Mango-Frischkäse-Eis selbst machen

Wer gerne Eis mit Mangogeschmack isst, aber keine Sorbets mag, ist an der Eisdiele meist aufgeschmissen.

Deswegen (und weil ich aus einem unerfindlichen Grund mal wieder Frischkäse-Eis machen wollte), habe ich beides kombiniert, um ein sahnig-cremiges Eis mit einer leichteren Mangonote als üblich zu kreieren. Im gegensatz zum Mango-Sorbet dominiert hier nicht die Fruchtfrische, sondern der cremige Frischkäse, der nur von der Mango ergänzt wird. Zu Hause stieß das Ergebnis auf geteilte Meinungen, aber ich überlasse euch das endgültige Urteil._16A7366_mango-frischkaese-eis

Rezept für Mango-Frischkäse-Eis

Eisvariante: Sahneeis
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Zutaten:

  • 100 ml Vollmilch
  • 150 ml Sahne
  • 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 10 g Magermilchpulver*
  • 50 g Eigelb (ca. 3 Eier M oder 2 Eier L)
  • 300 g frische Mango (geschält)
  • 150 g Zucker

Zubereitung:

  1. Die frische Mango schälen, entkernen und in kleine Quader schneiden. Mit ca. 10g vom Zucker verrühren und etwas Saft ziehen lassen.
  2. Das Eigelb zusammen mit dem restlichen Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Die Milch mit der Sahne und dem Magermilchpulver in einem Topf etwas erwärmen und langsam nach und nach unter die Ei-Zucker-Mischung rühren.
  4. Die Masse wieder auf den Herd stellen und simmern (nicht kochen!) lassen, bis sie etwas dickflüssiger wird.
  5. Dann vom Herd nehmen, den Frischkäse und die Mango hinzugeben und mit einem Mixer pürieren.
  6. Auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen und in die Eismaschine geben. Falls die Mango etwas faserig war, ggf. dabei durch ein Sieb gießen.
  7. Wer keine Eismaschine hat, folge bitte diesen Hinweisen.

Tipps und Tricks:

  • Die Mango sollte richtig reif sein, um ihr Aroma voll entfalten zu können.

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Eis-Rezept: Frozen Yogurt mit Honig am Stiel ohne Eismaschine selber machen

Die wärmeren Monate sind im Anmarsch und fördern die Lust auf ein kühles Eis.

Zwar merkt man bei uns noch nicht viel davon, da es vor zwei Tagen noch zügig geschneit hat und die Landschaft in prächtigem Weiß erscheinen ließ. Die eisigen Temperaturen drängt den Gedanken an ein Eis eher in den Hintergrund.

Wir schauen aber nach vorn, denn schon bald kann es sommerlich warm sein.

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Das erste Eis am Stil-Rezept in diesem Jahr ist super lecker und sehr schnell gemacht. Man mischt die drei Zutaten, füllt sie ab und gefriert sie dann. Nach vier Stunden können sie bereits verzehrt werden.

Beim Naturjoghurt empfehle ich, die BIO-Qualität zu verwenden. Ich finde, dass man einen Geschmacksunterschied feststellt.

Zutaten:

  • 500 g Naturjoghurt (Bio)
  • 100 g Honig
  • Saft einer halben Limette

Zubereitung:

  1. Den Joghurt in eine Schüssel geben.
  2. Wenn ein flüssiger Honig verwendet wird, diesen zum Joghurt geben. Wenn es ein fester Honig ist, mit etwas Wasser (1-2 EL) in einer Pfanne langsam erhitzen, bis er flüssig wird und dann zum Joghurt geben.
  3. Limettensaft dazugeben und alles gut zusammen vermischen.
  4. In Eis am Stiel-Förmchen verteilen, Stiel darauf setzen und etwa vier Stunden gefrieren lassen.

Tipp:

  • Wer mag, kann das Ganze noch mit etwas gehackter Pfefferminze oder Zitronenmelisse verfeinern.

Leserfrage: Wie viel Gramm wiegt eine Kugel Eis?

Kürzlich schickte uns unser Leser Dennis folgende Frage:

„Moin Moin Ihr zwei Eis-Verrücken.

Mein Name ist Dennis und ich wohne derzeit in München. Ich hab schon mein ganzes Berufsleben in der Gastronomie verbracht und habe jetzt ein Problem, für das ich einfach keine Lösung finde.

Natürlich geht es um Eis.

Mein letzter Arbeitgeber war ein Cafe Haus in München mit eigener Speiseeis Produktion. Mein Chef hat immer gesagt, eine Kugel Eis dürfe nicht mehr als 75g wiegen. Nun hab ich mal in anderen Eisdielen in München nachgewogen. von 65g bis 95g war alles dabei.

1. Meine Frage also: Wie schwer ist denn eine durchschnittliche Eiskugel? Ich weiss, das kann jeder Verkäufer für sich selbst entscheiden, aber gibt es sowas wie einen allgemein gültigen Richtwert?

Mein zweites Problem ist die Umrechnung von Litern in Gramm. Meine Berechnungen ergaben ca. 11 Kugel pro Liter Eis. Das war der Durchschnitt aus Fruchtspeiseeis, Sorbets und Milchspeiseeis. In eurem Blog stand, dass Erich aus 1,2 Litern 30 Kugeln bekommen hat und in einem Buch habe ich von 13 Kugel pro Liter gelesen. Eigentlich waren es sogar 15 Kugel, aber der Autor hat 15% Verlust mit eingerechnet.

2. Meine Frage also: Wie viele Kugeln Eis bekomme ich aus einem Liter Eis, wenn meine Kugel 85 g wiegen soll und wie berechne ich das?“

Zwar sind wir ein Eis-Blog, keine Mathe-Webseite, aber wagen wir uns trotzdem an die Fragen.

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In meiner Stammeisdiele bekomme ich auf das Milligramm genau 90 Gramm pro Kugel.

Zur ersten Frage:
Das Gewicht einer typischen Eiskugel ist unterschiedlich und schwankt von Eisdiele zu Eisdiele. In der Regel bieten die teureren Eisdielen auch meist deutlich größere Kugeln an. Die korrekten Rahmenwerte von 65-95 g pro Kugel wurden schon genannt. Gestern erst habe ich in meiner Stamm-Eisdiele nachgewogen. Dort habe ich eine 90-Gramm-Kugel erhalten.

Zur zweiten Frage:
Da das Eis aus dem Artikel kostenlos angeboten wurde, haben wir einen kleineren Eisportionierer als üblich verwendet, und zwar diesen hier*. Ich selbst nutze einen ähnlichen Portionierer, den Stöckel B 30*, der Kugeln mit ca. 1/30 l (daher der Modellname) aussticht. Das wären ca. 33 ml pro Kugel, auf der Waage ergibt das bei mir ca. 30 g.

Üblicherweise verwenden wir privat kleinere Eisportionierer als die Eisdielen, weil wir uns zu Hause im Zweifel immer noch kostenlos eine weitere Kugel dazu holen können und sich die kleineren Kugeln besser aus einem Ein-Liter-Behälter besser ausstechen lassen, während in der Eisdiele oft mit 5-12l-Behältern gearbeitet wird.

Jetzt kommen die ganzen Einschränkungen: Wie viel 100 ml Eiscreme in Gramm sind, ist unterschiedlich.

Erstens kommt es darauf an, wie viel Luft mit ins Eis gemischt wurde. Je mehr Luft im Eis enthalten ist, desto mehr Volumen hat das Eis bei gleichem Gewicht. Hier „tricksen“ vor allem die Fertigeis-Hersteller, denn Luft ist die heimliche kostenlose Zutat im Eis. Je mehr Luft in der Packung, desto leichter (und billiger) ist das Eis bei gleicher Verpackungsgröße.

Zweitens unterscheidet sich das Gewicht je nach den enthaltenen Zutaten. Fett ist bei identischem Volumen etwas leichter als Wasser, daher wiegt fettreiches Eis etwas weniger als Wassereis.

Drittens spielt die Temperatur von Eiscreme eine Rolle, denn Wasser hat bei 4° C das maximale Volumen (100 ml = 100 g), wenn es kälter wird, legt es an Volumen zu (bei 0° sind 100 ml nur 91,68g und so weiter).

In der Praxis kommt noch dazu, dass man in den Ecken des Eis-Behälters nie alles auskratzen kann und deshalb Schwund dabei hat.

Ein paar Beispiel-Rechnungen: Wir haben einen Liter Eiscreme. Wir akzeptieren 15% „Schwund“, bleiben 850 ml übrig. Unser Eisportionierer liefert uns 1/30l-Kugeln, also ca. 33 ml pro Kugel. 850/33 ergibt gerundet ca. 26 Kugeln Eis, bei gründlicher Ausnutzung mit weniger Schwund wären es bis zu 30 Kugeln.

Anders gerechnet: Wenn eine Kugel 85g wiegen soll, wären das ca. 70-75 ml pro Kugel und damit bei einem Liter Eis mit 15% Schwund ca. 12 Kugeln Eis. Zum Ausstechen wäre dafür der Stöckel A 12* geeignet, der ca. 12 Kugeln aus einem Liter Eis holt.

Wer es ganz genau für seine Zwecke wissen will, sollte sich testweise einen Liter Eis herstellen, die gewünschte Kugelgröße ausstechen und zählen…

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