Leserfrage: Sahne vor oder nach dem Erhitzen zur Eismasse geben?

Eine Frage, welche Fans der heimischen Eiszubereitung in zwei Lager teilt, ist die Handhabung der oft üblichen Sahne in unserem Eis.

Das fängt bei der Frage an, ob die Sahne zusammen mit der Eismasse erhitzt werden soll oder lieber erst danach hinzugegeben werden soll.

© mayamo/Fotolia

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Am Anfang meiner Eiszubereitung habe ich die Sahne immer nach dem Erhitzen dazugegeben, weil ich es eben aus meinen Rezeptbüchern so gelernt hatte.

Anfang 2012 fragte der Leser Karsten hier in einem Kommentar zu meinem Vanilleeisrezept:

“Ich habe eine Frage jedoch: Ich vermenge immer die Sahne mit der Milch und lasse dann simmern. Gibt es einen speziellen Grund dafür, dass du die Sahne erst nachträglich hinzufügst, nach dem Simmern. Macht das die Konsistenz evtl. noch besser oder machst du es aus reiner Gewohnheit so?”

Ich wusste keine Antwort darauf und habe fortan die Sahne wie Karsten vor dem Simmern zur Eismasse gegeben.

Kürzlich kamen jedoch in schneller Folge zwei gegenteilige Kommentare. Zu meinem verbesserten Vanilleeisrezept kommentierte Alex:

“Dabei hat man Vanilleeis früher ganz anders gemacht. Wenn man echte Vanille benutzt (und nicht das olle Vanilin) schmeckt es sehr flach, deshalb hat man früher in Italien noch gewaschene geröstete Espressobohnen und Zitronenschale beigemischt, als kleiner Kick sind auch ein paar Minzeblätter sehr gut, auf Basis dieser Milch hat man die Eismasse hergestellt und erst in der Abkühlphase unterhalb 60°C die Sahne untergemischt, damit der frische Sahnegeschmack erhalten bleibt. Dies ist dann auch das Grundeis für ein richtiges Stracciatella.”

Wenig später erreichte mich folgende Mail vom Leser Axel mit verschiedenen Fragen, von denen ich nur die Sahne-Fragen zitiere:

“Lieber Robert,

[…] in einem Buch habe ich gelesen, dass das Eigelb so wichtig ist, da es die wässrigen Anteile bindet. Warum wird in euren Rezepten die Sahne, die ja auch wässrige Inhalte noch hat, erst später hinzugegeben. Wird das Wasser dann trotzdem noch gebunden im Ei?

[…] Wäre es nicht sinnvoll, wenn man Sahne verwendet, sie immer vorher zu schlagen. Welche Vor- und welche Nachteile siehst du?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße,
Axel Kremers”

Jetzt habe ich etwas recherchiert, meinen Blog-Kollegen und Koch Erich gefragt und habe folgende Erkenntnisse gewonnen:

Pasteurisierte Sahne ist schon erhitzt

Beim Erhitzen der Sahne gehen tatsächlich Geschmack und Nährstoffe verloren. Die handelsübliche “frische Sahne” aus dem Supermarktregal ist jedoch immer pasteurisiert, das heißt, sie wurde vorher für ca. 10-15 Sekunden auf knapp 100°C erhitzt. Das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Unpasteurisierte Sahne gibt es deshalb nur direkt vom Biohof oder komplett selbstgemacht aus Rohmilch oder Vorzugsmilch. Für 200 ml Sahne werden jedoch ca. zwei Liter Rohmilch benötigt.

Wenn wir davon ausgehen, dass die meisten von uns mit pasteurisierter Sahne mit einem Fettgehalt von ca. 30-40% arbeiten, sehe ich geschmacklich keinen Grund, die nicht mit zu erhitzen, denn wir erhitzen sie erstens nicht so stark wie beim Pasteurisieren und zweitens auch nicht lange.

Ich habe sogar einen Praxistest gemacht: Mein klassisches Vanilleeis einmal mit erhitzter Sahne und einmal mit gekühlter. Ich konnte keinen Unterschied feststellen.

Es gibt jedoch neben dem Geschmack noch andere Vor- und Nachteile. Da wir sowieso Milch zur Eismasse geben müssen, können wir die Sahne gleich mit hinzugeben und erleichtern damit unseren Arbeitsablauf. Außerdem tötet das erneute Erhitzen eventuelle Keime offen stehender oder älterer Sahne ab, ist also ein hygienischer Vorteil.

Ein Vorteil für das nachträgliche Hinzugeben der Sahne ist das schnellere Abkühlen der erhitzten Eismasse, was wiederum geschmacklich von Vorteil sein könnte. Aber wie getestet: Eher auf einer theoretischen Ebene, ich konnte den Unterschied nicht schmecken.

Das Bindemittel Carrageen in der Sahne vermindert den Geschmack

Ein anderer Punkt, der den Geschmack der Sahne beeinflusst, sind eventuell enthaltene Bindemittel. Üblicherweise ist das bei Sahne Carrageen, welches aus Rotalgen gewonnen wird. Sahne ohne Carrageen gibt es meist als Bio-Sahne zu kaufen, ein Blick aufs Etikett ist zur Kontrolle jedoch angebracht. Bei Sahne ohne Bindemittel steigen die Fettkügelchen weiter zur Oberfläche, bilden dort also eine dicke Masse. Das ist kein Zeichen von Verfall, sondern ein Qualitätsmerkmal.

Für uns Eismacher bedeutet das jedoch, dass die flüssigeren Bestandteile der Sahne wieder mit der dicklichen Masse verrührt werden müssen, was mir in der Praxis nicht so gut gelingt und weshalb ich weiterhin oft trotzdem zur Sahne mit Carrageen greife, wenn es schnell gehen soll.

Die oben erwähnte Bindewirkung der Sahne selbst ist auch noch gegeben, wenn die Sahne ohne Erhitzen zur Eismasse gegeben wird, weil der Fettanteil deutlich höher als bei der Milch ist.

Sahne für das Eis schlagen oder nicht?

Kommen wir zur letzten Frage. Muss die Sahne geschlagen werden, bevor sie zur Eismasse gegeben wird oder nicht? Wer mit einer Eismaschine arbeitet, braucht das in der Regel nicht machen, weil die Eismaschine genau dazu da ist, beständig während des gesamten Kühlvorgang Luft unter das Eis zu rühren. Schaden würde es vermutlich aber auch nicht.

Wer jedoch Eis ohne Eismaschine macht, hat bei geschlagener Sahne den Vorteil, dass schon zu Beginn des Gefriervorgangs mehr Luft im Eis verteilt ist, was die Cremigkeit zum Schluss etwas verbessern kann.

Da ich eine Eismaschine habe und deshalb meine Sahne nicht schlage, kann ich leider nicht sagen, ob die geschlagene Sahne auch vor dem Erhitzen zur Eismasse gegeben werden kann. Vom Gefühl her würde ich in diesem Fall jedoch dazu raten, die geschlagene Sahne nach dem Erhitzen hinzuzugeben.

Mit den Informationen aus dem Artikel solltet ihr in Zukunft besser selbst entscheiden, ob und wie ihr die im Rezept erwähnte Sahne verwenden wollt.

Wie nutzt ihr Eure Sahne im Eis?
Erhitzt oder nicht, geschlagen oder ungeschlagen?

Warenkunde/Rezept: Läuterzucker/ Zuckersirup selber machen

Zucker wird überwiegend in kristalliner Form, als weißer Streuzucker oder als Puder- oder Staubzucker für Dessert verwendet. Zuckersirup oder auch Läuterzucker genannt, ist äußerst vielfältig zu verwenden. Ein Universalprodukt für Fruchteis, Sorbets, Cocktails, Saucen und vieles mehr. Der Patissier hat Läuterzucker immer zur Hand. Es empfiehlt sich, diesen Sirup auf Vorrat zu kochen. Er ist sofort einsatzbereit und ist lange haltbar, wobei er nicht gekühlt gelagert werden muss.

Läuterzucker ist eine überholte Bezeichnung. Sie stammt aus der Zeit, als man die Raffinade noch nicht kannte. “Läutern” (reinigen) hieß, dass der Sirup mit Hilfe von Eiweiß geklärt werden musste. Das ist aber heute überflüssig. Der Name jedoch ist geblieben oder man spricht von Zuckersirup.

Zuckersirup darf man nicht mit jenem verwechseln, der aus Zuckerrohrsaft oder Melasse hergestellt wird.

Ein Universal-Sirup für Eis, Sorbets, Cocktails und vieles mehr (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Ein Universal-Sirup für Eis, Sorbets, Cocktails und vieles mehr (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Wozu soll man Läuterzucker verwenden?

Läuterzucker hat gegenüber Kristallzucker den Vorteil, dass er bereits in flüssigem Zustand ist. So spart man Zeit, die der Kristallzucker zum Auflösen braucht und man ist sicher, dass der Zucker vollständig aufgelöst ist.

Bei Kristallzucker besteht die Gefahr, dass man zuviel Zucker braucht. Oft kommt es vor, dass man die hergestellte Masse sofort probiert und man sie zu fade findet. Dies liegt aber nicht an der Zuckermenge, sondern daran, dass sich die Zuckerkristalle noch nicht vollständig aufgelöst haben. Bei Läuterzucker kann das nicht passieren. Am Anfang ist es etwas ungewohnt, mit flüssigem Zucker zu arbeiten, aber dies hat man schnell im Griff.

Läuterzucker herstellen

Menge: ca 8 dl / ca 80 cl
Schwierigkeitsgrad: leicht

 Zutaten:

  • 500 g Zucker
  • 500 ml Wasser
Nur Wasser und Zucker. Mehr braucht es nicht. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Nur Wasser und Zucker. Mehr braucht es nicht. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

 Zubereitung:

Damit man die Dichte des Läuterzuckers richtig messen kann, verwendet man eine Zuckerwaage (Aräometer)*, die in Grad Baumé die Zuckerkonzentration angibt. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass dieses Instrument bei hoher Temperatur niedrigere Werte anzeigt als wenn der Sirup kalt gemessen wird. Wer keine Zuckerwaage zur Verfügung hat, kann den Läuterzucker auch nach folgendem Rezept kochen, das bei genauer Einhaltung der Werte ein exaktes Ergebnis garantiert.

  • Den Zucker und das Wasser in eine Pfanne geben.
  • Aufkochen lassen. Wenn das Wasser kocht, nicht mehr umrühren. Sonst kristallisiert der Zucker. In der Fachsprache nennt man dies absterben.
  • Das Zuckerwasser 1 Minute sprudeln kochen lassen. Es dauert einige Minuten, bis es richtig kocht, länger als bei reinem Wasser.
  • Mit der Zuckerwaage gemessen zeigt sie heiß 28° Baumé und kalt 30-32°
  • Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  • Sofort verwenden oder in Flaschen abfüllen und lagern.
Den Sirup 1 Minute Sprudelnd kochen lassen. (Foto: eis-machen.de /Erich Eggimann)

Den Sirup 1 Minute sprudelnd kochen lassen. (Foto: eis-machen.de /Erich Eggimann)

Verwendest du bereits Läuterzucker?

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Eis-Rezept: Mandel-Schokoladen-Eis selbst machen

Im Rahmen meiner – bisher nicht so benannten – Serie: “Wir pürieren Nüsse und machen Eis daraus” gibt es nach dem Erdnussbuttereis und einem Cashewnusseis heute mal ein Mandeleis, jedoch mit Kakao, weshalb ich es “Mandel-Schokoladen-Eis” nenne. In den nächsten Folgen werde ich auch Kokosnuss und Haselnuss ausprobieren.

Heute jedoch dreht sich alles um die Mandel und weil es draußen immer noch bitterkalt ist, habe ich einen Schuß Wintergewürz hinzugefügt.

mandel-schokoladen-eis

Rezept für Mandel-Schokoladeneis

Eis-Variante: Sahneeis
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Den Zucker zusammen mit dem Glukosesirup und den Eigelb und dem Salz verrühren, bis sich der Zucker gut aufgelöst hat.
  2. Die Gewürzmischung und den Kakao vorsichtig unterrühren und wieder gut verrühren.
  3. Die Milch zusammen mit der Sahne erwärmen (nicht kochen!) und nach und nach unter die Zuckermasse rühren.
  4. Dann wieder zusammen auf den Herd stellen und simmern lassen (nicht kochen!), bis die Masse etwas dickflüssiger wird.
  5. Vom Herd nehmen und das Mandelmus einrühren.
  6. Auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen und in die Eismaschine geben oder wie hier gezeigt ohne Maschine abkühlen lassen.

Varianten und Alternativen:

  • Wer keinen Glukosesirup hat, kann diesen auch durch ca. 50 g zusätzlichen Zucker ersetzen.
  • Wenn das Eis nicht ganz so “weihnachtlich” schmecken soll, könnt ihr die Gewürzmischung auch weglassen.
  • Das Mandelmus kann auch durch Mus von anderen Nüssen ersetzt werden.

Welche Nüsse würdet ihr für weitere Eissorten empfehlen?

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Rezept: Eierlikör selber machen

Walter hat uns diesen Kommentar geschickt:
“Hallo ihr beiden.
Ich finde Euren Blog sehr schön, all die Rezepte und Tipps.
Was ich persönlich etwas vermisse, sind Rezepte für richtig schöne italienische Eisbecher und die dazugehörigen Liköre, die man in den Eisdielen rumstehen sieht.
Ansonsten alles prima!”
Gerne erfülle ich ihm schon mal einen Wunsch und werde heute ein Rezept von einem leckeren Likör zum Selbermachen veröffentlichen.
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Eierlikör selber machen? Das ist einfacher als man denkt. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Eines meiner Lieblingsliköre in Kombination mit Eis ist der Eierlikör. Bis vor kurzem habe ich diesen Likör immer als Fertigprodukt gekauft und genossen. Als ich neulich mit einer Gruppe von Freunden beim Wandern war, erzählte mir eine Kollegin, dass sie diesen Likör oft selber mache. Sie hat mir grob erklärt, wie sie dabei vorgeht. Das hat mich gleich angespornt, es gleich selber zu versuchen und auf mein eigenes Rezept zu kommen. Was raus gekommen ist, könnt ihr gleich selber nachmachen.

Dieser Eier-Cognac eignet sehr gut zum Verfeinern von Eis oder zusammen mit Frozen Yogurt.

Eier-Likör

Schwierigkeitsgrad: mittel
Eis-Variante: Beilagen mit Alkohol

  • 8 sehr frische Eier
  • 350 g Zucker
  • 6 dl / 600 ml Sahne
  • 2 dl / 200 ml Rum, Cognac, Obstler
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung:

  1. Die Eier von der Schale trennen und in eine Schüssel geben. Gut rühren, bis es schaumig wird.
  2. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit der Rückseite eines Messers die Vanille ausschaben.
  3. Mit dem Zucker und der Sahne zusammen in eine Pfanne geben und erhitzen.
  4. Die Masse soll nicht kochen. Am besten nicht mehr als 60-70°C erhitzen. So schmilzt der Zucker und die Sahne kann ihren  vollen Geschmack entfalten.
  5. Die Sahne-Masse vorsichtig zum Ei gießen. Zuerst wenig, dann umrühren. Danach immer größere Mengen dazu gießen.
  6. Die Vanilleschote raus nehmen.
  7. Den Alkohol dazu gießen und gut umrühren.
  8. Durch ein Sieb abgießen und schnell erkalten lassen. Am besten die Schüssel in ein Eis-Wasserbad stellen und umrühren, bis es kalt ist.
  9. Danach in sterile  Flaschen oder Glas-Gefäße gießen.

Glas-Behältnisse steril machen: 

  1. Gefäße sauber mit Abwaschmittel waschen.
  2. Darauf achten, dass alles Spülmittel weg ist.
  3. Heiß ausspülen.
  4. Im Ofen, bei etwa 100°C etwa 20 Minuten sterilisieren lassen.
  5. Etwas auskühlen lassen und den kühlen Likör einfüllen und im Kühlschrank lagern.

Tipps:

  • Als Alkohol kann man ein beliebigen hochprozentigen Alkohol nehmen. Ich persönlich mag es am liebsten mit Rum oder Cognac.
  • Diesen Likör kann man im Kühlschrank mindestens 3-4 Wochen lagern.
  • Wer Vanille nicht mag, kann sie weg lassen.

Tipps zur richtigen Lagerung von Vanilleschoten

Vanilleeis gehört seit Ewigkeiten mit Abstand zu den beliebstesten Eissorten. Aber auch für andere Eisvarianten und andere Desserts ist es immer ratsam, einige frische Vanilleschoten im Haus zu haben.

Im Supermarkt kostet eine frische Vanilleschote locker 1-2 Euro, weshalb ist sinnvoller ist, sich diese in größeren Mengen zu kaufen und selbst zu lagern. Dafür gibt es heute einige Tipps.

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Ich kaufe meine Vanille oft bei Madavanilla, eine Übersicht über deren Vanilleschoten gibt es hier*. Ich nehme meist dieses 100g Pack* von 17-18cm langen Vanilleschoten. Die sind größer als die aus dem Supermarkt, frisch und kosten deutlich weniger als die Hälfte im Vergleich zum Supermarkt-Preis.

In so einer Packung sind ca. 25 Vanilleschoten, die verbrauche ich nicht auf einmal. Die Schoten sollten in einem Glas oder in einem Plastikbehälter trocken, luftdicht und dunkel bis höchstens bei Zimmeremperatur (besser 15-19 °C) gelagert werden. Die Vanille sollte aber nicht im Kühlschrank gelagert werden.

Frische Vanilleschoten erkennt man daran, dass sie glänzend sind, noch etwas feucht und biegsam und dunkelschwarz. Bei den feuchteren Schoten, wie es sie bei Madavanilla gibt, ist das Einfrieren in einem luftdicht geschlossenen Plastikbeutel empfehlenswert, weil sie sich dann über zwei Jahre lang halten. Ich nehme dann immer die Menge an Schoten, die ich für ein Rezept brauche, ca. 5-10 Stunden vorher aus dem Tiefkühler.

Bei längerer Lagerung können ab einem Jahr die Schoten etwas austrocknen. Auch die weiße Kristallbildung an der Oberfläche ist bei kühler Lagerung durch das Austreten des Aromastoffs Vanillin normal und verschwindet bei wärmeren Temperaturen wieder. Solltet ihr nicht sicher sein, ob die weißen Pünktchen wirklich Kristalle oder Schimmel sind, haltet ein Schote gegen das Sonnenlicht und schaut, ob sie regenbogenfarbige Strahlen reflektieren, dann sind es Kristalle.

Da Vanille leicht das Aroma abgibt und auch fremde Aromen annimmt, sollten Vanilleschoten nie offen oder in der Nähe der anderen Gewürze oder Lebensmittel gelagert werden. Wenn der Behälter jedoch wirklich luftdicht ist, sollte das kein Rolle spielen.

Eine weitere Möglichkeit, Vanilleschoten aufzubewahren, ist in einem Glas voll mit Zucker. So sind sie dunkel und luftdicht gelagert und geben etwas Aroma an den Zucker ab und bilden somit Vanillezucker. Auch wer seine Vanilleschote für ein Rezept aufschneidet, um das Vanillmark zu entnehmen, kann die leere Schote in ein Zuckerglas tun, um dem Zucker etwas Vanillearoma zu geben.

Am besten entfaltet Vanille das Aroma beim Erhitzen, deswegen idealerweise bei Rezepten mit der Milch und/oder Sahne erwärmen.

Hier noch einige Rezepte, für die wir gerne frische Vanille benutzen:

Wie lagert ihre eure Vanilleschoten und was macht ihr damit?

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Rezept: Kirschen-Topping/-Sauce selber machen

Das neue Jahr hat bereits begonnen. Schon erscheint bei uns der erste Artikel. Aber bevor wir richtig los legen, wollen wir einige Zeilen an Euch richten.

Im Jahr 2014 habt ihr uns mit über einer Million Klicks (das ist die 1 mit den sechs Nullen :-) ) eure Treue bewiesen. Wir möchten uns bei allen Leserinnen und Lesern herzlich für euer Vertrauen bedanken. Robert und ich freuen uns auch im 2015 auf euer Feedback und eure Anregungen, Fragen und Tipps, die uns zu vielen interessanten Artikeln, Rezepte und Geschichten inspirieren.

Eis gibt es in unzähligen Variationen. Deren Vielfalt an Kombinationen und Aromen zu notieren, scheint schier unmöglich. Zudem gibt es nochmals so viele Möglichkeiten, Beilagen (Topping) dazu zu servieren.

In diesem Artikel geht es genau um eine solche Beilage. Genauer genommen um eine Fruchtsauce, die sich wunderbar mit vielen Eissorten kombinieren lässt, allen voran den Frozen Yogurts.

Obwohl Kirschen zur Zeit nicht Saison haben, kann man auf tiefgekühltes Obst zurückgreifen. Mein Tiefkühler ist voll von selber gepflückten Kirschen und anderen Früchten, die um unser Haus wachsen.

Kirschen-Topping/-Sauce

  • 500 g reife Kirschen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 60 g Zucker
  • 40 g Bienenhonig
  • 1 Zimt-Stange
  • 1 dl / 100 ml Rotwein

Zubereitung:

  1. Frische Kirschen waschen und entsteinen. Tiefgekühlte Kirschen müssen nicht vorher aufgetaut werden.
  2. In eine Pfanne geben und die restlichen Zutaten miteinander vermengen.
  3. Ohne Hitze ca eine Stunde bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  4. Nun die Pfanne auf die Herdplatte stellen und langsam erhitzen.
  5. Etwa 20 Minuten leise köcheln lassen. Nicht zu heiss, damit nichts anbrennt.
  6. Zimtstange rausnehmen.
  7. Mixen.
  8. Die ganze Masse durch ein feines Sieb* treiben.
  9. Abkühlen lassen.
  10. Im Kühlschrank richtig durchkühlen lassen.
  11. Servieren.

Tipps:

  • Wer keinen Wein mag oder mit der Sauce beglücken will, kann Wasser nehmen.
  • Außerhalb der Saison eignen sich auch tiefgekühlte Früchte.
  • Zum Verfeinern, kann man am Schluss  etwas Kirsch (gebranntes Kirschwasser)* hinzufügen.

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Wie mache ich den Eisbecher “Banana Split”?

Kürzlich fiel mir auf, dass wir in den über drei Jahren, die wir unseren Eisblog betreiben, noch gar keinen klassischen Eisbecher vorgestellt haben.

Das holen wir hiermit nach und ich präsentiere euch meinen “Banana Split”-Eisbecher. Der Name des Eisbechers kommt logischerweiser von der halbierten Banane, welche das Eis umrahmt. Es gibt eine “normale” Variante des Banana Splits und eine “Deluxe”-Variante. Ich stelle euch die normale Version vor und erkläre danach, worin sich die Deluxe-Version unterscheidet.

Rezept für einen Banana Split Eisbecher

Eisvariante: Eisbecher
Schwierigkeitsgrad: Einfach

Zutaten pro Eisbecher:

  • 2 Kugeln Vanilleeis
  • 1 Banane
  • Sahne
  • 2-4 Cocktailkirschen oder Maraschino-Kirschen
  • Mandelkrokant
  • Schokoladensauce

Zubereitung eines normalen Banana Splits:

  • Das Vanilleeis nach oben verlinktem Rezept zubereiten.
  • Die Banane vorsichtig der Länge nach mit einem Messer halbieren und in eine längliche oder ovale Schale geben.
  • Zwei Kugeln Vanilleeis in die Mitte der Schale geben.
  • Sahne über Eis und Banane geben.
  • Je nach Geschmack mit einigen Cocktailkirschen oder Maraschino-Kirschen verzieren, letztere sind wegen des Alkohols nicht für Kinder geeignet.
  • Mit Mandelkrokant bestreuen.
  • Schokoladensauce über das Eis geben.

Zubereitung eines Banana Splits “Deluxe”:

Im Grunde wird auch die Deluxe-Variante wie oben beschrieben zubereitet, nur mit dem Unterschied, dass statt zwei Kugeln Vanilleeis, je eine Kugel Vanilleeis, Erdbeereis und Schokoladeneis verwendet werden. Außerdem kommt zur Schokosauce noch Erdbeersauce und Ananassirup oben rauf.

Tipps und Varianten:

Wer will, kann selbstverständlich auch andere Eissorten für den Eisbecher benutzen oder andere Nüsse als Mandeln. Wer richtig ins Detail gehen will, kann auch die Sahne, die Cocktailkirschen und die Schokoladensauce selbst machen.

Wie mögt ihr euren Banana Split Eisbecher am liebsten?

Die besten Eis-Rezepte zu Weihnachten selbst machen

Nur noch wenige Tage bis zu Weihnachten.

Wer noch nicht schlüssig ist, was er als Nachspeise zum Weihnachtsmenü servieren soll, dem können wir mit leckeren Eis-Rezepten aushelfen. Das Eis kann schon bis zu einer Woche im Voraus herstellen und sich dafür an Heiligabend um die Gäste kümmern. Bei dieser Auswahl habe ich vor allem geachtet, dass sie geschmacklich zu Weihnachten passen.

Als ich diesen Artikel geschrieben habe, habe ich gestaunt, wie viele Rezepte wir passend zum Advent schon veröffentlicht haben. Ich kann aber eines versichern: Dies ist nur eine kleine Auswahl aller Rezepte.

Mit diesem schnellen Weihnachts-Eis spart man Zeit und es schmeckt einfach gut.

LebkucheneisIn diesem Eis dominieren die winterlichen Gewürze, die hervorragend zu Weihnachten passsen.

Ein Eis, das ich besonders mag, ist das Glühwein-Eis “Oh du fröhliche”

Eis_Blog_Oh_Du_Fröhliche_BlogDie Aromen von diesem Eis passen hervorragend zur Advents- und Weihnachtszeit.

Mit Schokolade überzogene Kekse sind die Grundlage von diesem winterlichen Naschkatzl-Keks-Eis.

naschkatzl-keks-eis_P0A5433Kleiner Tipp: Statt normalen Keksen können auch Spekulatius verwendet werden.

Ein etwas anderes Eis ist dieses Creme brûle-Eis- Rezept.

Eiscreme_brulee_P0A7918Creme Brûle ist eine klassische Süßspeise, die mit diesem Rezept das gewisse Etwas bekommt. Oder wer hat diese Crème schon mal gefroren genossen? Auf jeden Fall ein Versuch wert.

Eines der ersten Weihnachts-Eis-Rezeptes ist dieses hier, das Robert selber kreiiert hat. Darum heißt es auch Robs erstes Weihnachts-Eis

Weihnachtseis-ZutatenZwar ist es eines unserer ersten Rezepte, was aber nicht heißen soll, dass dieses Rezept nicht schon damals ausgereift war.

Sehr festlich kommt dieses Rezept daher: Dieses Honig-Parfait lässt sich schnell zubereiten und man braucht nicht einmal eine Eismaschine dazu.

Eis_Blog_Honig_Zimt_ParfaitIn Begleitung mit einem lauwarmen Zwetschgen-Kompott, wie auf dem Bild, schmeckt es besonders gut.

Hier noch ein Klassiker zur Weihnachtszeit. Warum nicht einmal ein Mandarinen-Sorbet selber machen?

Eis_Blog_Mandarinen_Sorbet_klein
Welche Frucht verbindet man am ehesten mit der Weihnachtszeit? Die Mandarine.

Wer es gerne fruchtig mag,  hat bestimmt mit diesem Birnen-Eis Erfolg.

birneneis_MG_4247Nach einem deftigen Essen rundet dieses Eis den Abend ab.

Ein weiteres schnelles Eis, das aber trotzdem einzigartig ist, ist das Dattel-Eis.

Eis_Blog_Dattel_EisEigentlich ist es schade, dass Datteln in unserer Küche wenig Präsenz geniessen. Dabei schmecken sie sehr gut und geben den Rezepten einen orientalischen Touch.

Ich persönlich liebe ein leckeres Eier-Cognac-Eis. Und dieses Rezept ist lecker.

Eis_Blog_Eier_Cognac_Sahneeis_Blog

Für Kinder ist dieses Eis nicht geeignet. Dafür schmeckt es den Erwachsenen um so besser.

Auch vom nächsten Eis sollten die Kinder die Finger lassen. Die Rede ist vom Jamaika-Sahne-Eis mit Rum

Eis_Blog_Jamaika_EisEin Eis, das einen von der warmen Ferien-Insel träumen lässt.

Wer es aufwändiger mag, der kann seine Gäste mit diesen beiden Eis-Torten verwöhnen: Zum einen haben wir die zweifarbige Schokoladen-Eis-Torte im Angebot.

Eis_Blog_zweifarbige_Eistorte_kleinDiese Torte wird mit dunklem und weissem Schokoladen-Eis hergestellt.

Als zweites können wir die  Eistorte mit Fruchtstreifen empfehlen.

Eis-Blog_Eistorte_BlogMit diesen beiden Eistorten, hat man bestimmt die Gäste auf seiner Seite.

Und zu guter Letzt passt doch dieses Champagner-Sorbet ausgezeichnet zu festlichen Anlässen.

Eis_Blog_Champagner_Sorbet
Und da sind wir schon am Schluss angekommen und möchten euch allen mit diesem Champagner-Sorbet auf ein neues Jahr anstossen. Für 2015 sind wir schon mit vielen spannenden Artikeln am Start und hoffen, dass wir euch auch in den folgenden Monaten mit leckeren Eis-Rezepten verwöhnen können.

Frohe Weihnachten!

Eis-Rezept: Cashewnusseis selbst machen

Heute gibt es wieder eine Sorte, welche ihr in den meisten Eisläden vergeblich suchen werdet. Was sogar ungerecht ist, denn unser Cashewnusseis, welches wir heute machen wollen, schmeckt mindestens genauso lecker wie andere Nusseis-Sorten wie Pistazieneis oder Erdnussbuttereis. Es schmeckt mild, kaum süß und eben nach Cashewnuss.

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Rezept für Cashew-Eis

Eis-Variante: Sahneeis
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Zutaten:

Zubereitung:

  1.  Den Zucker zusammen mit dem Salz, den drei Eigelben, dem Glukosesirup und dem Vanilleextrakt verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  2. Die Sahne zusammen mit der Milch auf dem Herd warm werden lassen, aber nicht kochen.
  3. Die Sahne/Milch-Mischung langsam zur Zuckermischung rühren, bis sich alles gut aufgelöst hat.
  4. Die Eismasse wieder auf den Herd stellen und erhitzen (nicht kochen!) lassen, bis sie etwas dickflüssiger wird (siehe dieser Videotipp).
  5. Vom Herd nehmen und das Cashewnussmus einrühren, bis es sich komplett aufgelöst hat.
  6. Die Eismasse auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen und in die Eismaschine geben. Wer keine Eismaschine hat, findet entweder hier eine oder kann dieser Anleitung folgen.

Tipps und Varianten:

  • Wer will, kann zusätzlich einige Cashewnüsse klein hacken und unter das Eis mischen oder nur als Nussstreusel oben das Eis damit dekorieren.
  • Ich habe mir etwas Arbeit gespart und habe fertiges Cashewnussmus aus 100% Cashewnüssen verwendet. Wer aber zum Beispiel einen Thermomix oder ein ähnliches Gerät hat, kann sich das Nussmus auch selbst herstellen, wie zum Beispiel hier gezeigt.
  • Statt dem Vanilleextrakt kann auch eine echte Vanilleschote verwendet werden oder – falls beides nicht vorhanden – weggelassen werden.
  • Zu dem Eis passt sehr gut eine Schokoladensauce.

Was sind eure liebsten Nusseissorten?

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Eis-Rezept: Eistorte mit Fruchtstreifen selbst machen

Die erste Kerze vom Adventskranz konnte am letzten Sonntag ihre Flamme erstrahlen lassen. Schon bald ist Weihnachten.

Was soll man dieses Jahr den Gästen zur Nachspeise servieren? Am liebsten etwas Leckeres, das man gut vorbereiten kann.

Wir vom Eis-Blog haben auch dieses Jahr eine gute Idee, wie ihr diese Torte (auf dem Foto) über eine Woche im Voraus herstellen könnt. Am Abend, an dem ihr die Gäste erwartet, braucht man nur noch ein wenig Zeit für die Dekoration und zum Servieren.

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Die Gäste werden staunen, wenn sie diese Eis-Torte serviert bekommen. (Foto: eis-machen.de / Erich Eggimann)

Heute ist es nicht ein gewohntes Rezept mit Mengenangaben und einer Zubereitung. Dieses Mal ist eine Anleitung, wie ihr diese Torte aus beliebigen Aromen herstellen könnt. Die Eis-Aromen könnt ihr  selber Auswählen und Herstellen mit einem unserer unzähligen anderen Rezepte.

Für dieses Foto habe ich ein Vanilleeis als Grundeis genommen und ein Brombeereis für die Streifen. Für diese Jahreszeit darf es aber gerne etwas weihnachtlicher sein. Unter Tipps habe ich einige Vorschläge zum Kombinieren. Wichtig dabei ist, dass es zwei verschiedene Kontraste sind, damit die Streifen besonders gut herausstechen.

Und so wird es gemacht:

Eistorte mit Fruchtstreifen

Eisvariante: zweifarbige Eistorte
Schwierigkeitsgrad: schwer

Zubereitung

  1. Zuerst die Rezepte für die beiden Sorten auswählen.
  2. Das Eis für die Streifen, wie im Rezept beschrieben, herstellen.
  3. Ein flaches Geschirr (Teller, Platte etc.), das in das Tiefkühlfach passt, mit Plastikfolie oder Backpapier auskleiden. Im Tiefkühler vorkühlen.
  4. Die fertige Masse (sie soll nicht zu fest gefroren sein. Man soll sie gut verstreichen können) auf das vorbereitete Geschirr geben und gleichmässig etwa 1 cm dick verstreichen. In den Tiefkühler stellen und durchfrieren lassen.
  5. Wenn diese Eis-Platte fertig gefroren ist, in zwei gleichmässige Platten schneiden. Für die Torte auf dem Foto habe ich eine Gewöhnliche Kuchenform für die Form gewählt. Dadurch mussten die Streifen eine unterschiedliche Breite haben. Abmessen, damit auf beiden Seiten etwa 2 cm frei sind. Wieder in den Gefrierer stellen.
  6. Nun die Form für die Eistorte mit Plastikfolie auskleiden und darauf achten, dass sie flach in der Form liegt, damit es wenig Rümpfe gibt. Im Gefrierer vorkühlen.
  7. Nun das zweite Eis herstellen. Es sollte ein extremer Kontrast zum ersten Eis sein (Siehe Foto). Der Geschmack spielt natürlich auch eine Rolle. Zur Weihnachtszeit passen winterliche Aromen. Unter Tipps habe ich ein paar Links notiert.
  8. Wenn das Eis soweit gefroren ist, damit man es gut verarbeiten kann, sollte nun rasch gearbeitet werden, die Form und die Fruchtplatten bereit stellen.  Etwa 1/3 vom Eis in die Form giessen und gleichmässig verteilen. die schmalere Fruchtplatte darauf legen, etwas ausrichten und mit dem Eis zudecken und gleichmässig verstreichen. Die zweite Platte darauf legen und mit dem restlichen Eis zudecken und verstreichen. Sofort wieder gefrieren.
  9. Vor dem Servieren dekorieren oder gleich in Scheiben schneiden, dekorieren und servieren. Für das Foto habe ich Schokolade mit einem Messer geschabt und die Spähne darüber gestreut.

Tipps:

Für die Aromen gibt es unzählige Möglichkeiten. Hier einige weihnächtliche Vorschläge:

  1. Apfel-Zimt-Eis mit Glühwein-Eis-Streifen
  2. Weihnachts-Eis mit Mandarinen-Sorbet-Streifen
  3. Schnelles Weihnachtseis mit Mokka-Eis
  4. Weisses Schokoladen-Eis mit dunklem Schokoladen-Eis

 Viel Spaß mit eurem Weihnachtsmenü!