Eis-Rezept: Champagner-Orangen-Granité

Heute werde ich die Serie „Eis zubere­it­en ohne Eis­mas­chine“ begin­nen. Zum Anfang habe ich mich im ersten Teil für etwas Ein­fach­es entsch­ieden.

Das wohl älteste Eis­dessert über­haupt dürfte das Gran­itè sein. Im Ital­ienis­chen „grani­ta“, auf franzö­sisch „gran­ité“ wie im Deutschen oder „gramo­late“. Man ver­mutet, dass es dem ursprünglichen Sor­bet, dem per­sis­chen „shar­bate“ am ähn­lich­sten ist. Darauf werde ich in einem späteren Rezept einge­hen. Gran­ités beste­hen in der Regel aus dem Saft von säuer­lichen Frücht­en, Wein oder Cham­pag­n­er undwenig Zuck­er. Durch den niedri­gen Zuck­erge­halt bilden sich beim Gefrieren die erwün­scht­en Eiskristalle. Wie gestossenes Eis sollte ein Gran­ité daherkom­men. Die Kör­nung sollte nicht zu fein sein.

Der Jahreszeit entsprechend habe ich eine win­ter­liche Vari­ante gewählt:

Cham­pag­n­er/O­r­angen-Gran­ité

Schwierigkeits­grad: Leicht
Eis­vari­ante: Wassereis

Zutat­en:

  • 80g Pud­erzuck­er
  • Saft von zwei Orangen
  • 1.5 dl/150 ml trock­en­er Weis­s­wein
  • 6 dl/600 ml Cham­pag­n­er oder Pros­ec­co

Zum Deko­ri­eren:

  • 3 Orangen
  • etwas Pfef­fer­minze, frisch
  • Schöne Gläs­er, vorgekühlt im Tiefküh­ler

Zubere­itung:

  1. Den Orangen­saft in ein­er Pfanne zu 3/4 einkochen lassen.
  2. In der Zwis­chen­zeit in einem möglichst flachen Gefäss den Pud­erzuck­er und den Weis­s­wein gut miteinan­der ver­rühren. Den reduzierten Orangen­saft beigeben.
  3. Den Champagner/Prosecco dazugiessen und das Ganze in den Tiefküh­ler stellen.
  4. Die Gefrierzeit beträgt, je nach Grösse des ver­wen­de­ten Gefäss, etwa 3 Stun­den.
  5. Während der Gefrierzeit kann man sich bere­its um die Deko­ra­tion küm­mern. Zwei Orangen aus­pressen und den Saft kühl stellen. Eine Orange schälen und kleine Wür­fel schnei­den. Kühl stellen.
  6. Soll­ten die Gläs­er noch nicht im Tiefküh­ler sein, dann kann man das jet­zt nach­holen.
  7. Wenn das Eis gefroren ist, mit einem Ess­löf­fel absch­aben und in das vorgekühlte Gläs­er geben.
  8. Etwas Orangen­saft über das Eis giessen, mit Orangen­wür­fel und Pfef­fer­minze deko­ri­eren, so wie ich das auf dem Foto gemacht habe.
  9. Sofort servieren.

Tipps:

  • Statt Orangen­saft kann man auch Pfef­fer­minz-Sirup ver­wen­den (Robert erk­lärt Euch dem­nächst, wie das geht)
  • Man kann die Orangen­wür­fel auch zuerst in das Glas geben und dann das Gran­ité darauf geben.
  • Für Kinder ist dieses Eis nicht geeignet!
  • Als alko­hol­freie Vari­ante kann man den Wein durch weis­sen Trauben­saft und den Cham­pag­n­er durch Kinder­sekt (in der Schweiz eignet sich Rimuss) erset­zen. Dafür den Zuck­er weglassen!

Ich habe dieses Eis zwei Mal hergestellt, um den richti­gen Geschmack her­vorzubrin­gen. Beim ersten Durch­gang habe ich nur die Zutat­en gemis­cht und tiefgekühlt. Das Orange­naro­ma kam mir zu wenig her­vor. Darum habe ich den Saft in der Pfanne eingekocht.

Ich mag Gran­ités in jed­er Form sehr gerne, da sie sehr erfrischend und sehr ein­fach in der Her­stel­lung sind.

Viel Spass beim Nach­machen.

Was hal­tet Ihr vom Rezept? Habt ihr schon andere Gran­ités hergestellt oder gegessen?

1 Kommentar… füg einen hinzu
  • Hallo
    Ich habe an der Hochzeit meiner Schwester ein Campari-Granité gegessen. Alle waren total begeistert davon, es war erfrischend und sehr lecker. Leider hat niemand das Rezept. Kennt jemand sowas oder gibts sonst einen Tipp dazu?
    Würde mich sehr über Hilfe freuen.

    Antworte

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